Fotos, News und Informationen über "Gorillas (nicht nur) in Zoos"

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Gorillababy in Österreich geboren

WIR HABEN GROSSARTIGE NEUIGKEITEN: GORILLABABY GEBOREN

Wir freuen uns über die Geburt eines Gorillababys . Es ist das erste jemals in Österreich geborene Gorillababy. Eine riesige Freude, aber mit schwierigem Start ins Leben: Die erstgebärende Gorillamutter Kibibi war durch die Geburt so geschwächt, dass sie nach einigen Stunden die Betreuung des Babys aufgab und es schreiend neben sich liegen ließ. Das Zooteam griff ein und übernahm vorübergehend die Betreuung des Kleinen. Als sich Mutter Kibibi erholt hatte konnte ihr das Baby erfolgreich zurückgegeben werde. Mama und Baby sind nun wieder vereint .

Die nächsten Tage werden Mutter und Baby noch im für Besucher nicht einsehbaren Bereich des Gorillahauses verbringen. Wir planen die beiden in einigen Tagen mit dem Rest der Gruppe in der Innenanlage zu vergesellschaften, dann werden sie erstmals für Besucher sichtbar sein.

Text: Zoo Schmiding via facebook am 15.07.2024

Foto:  Peter Sterns


Jane Goodall zu Besuch im Prager Zoo

Foto: Zoo Prag
Foto: Zoo Prag

Letzte Woche (am 11. Mai 2024) fand der dritte Besuch der weltberühmten Primatologin und Umweltschützerin Jane Goodall im Prager Zoo statt. Das öffentliche Interesse war enorm und Jane zeigte bereits in ihren neunziger Jahren unglaubliches Charisma, Unermüdlichkeit und Sinn für Humor. Ich bin wohl noch lange nicht allein, der noch voller Eindrücke ist.

Jane`s Vortrag, für die wir die große Aula der CZU gemietet haben (aber es war nicht genug), war ein phänomenaler Erfolg. Ich habe mich gefreut, als Jane unser Wandering Bus-Projekt während dieses Jahres lobte und als sie über Zoos sprach, während sie Fragen beantwortet hat. In ihrer Antwort erinnerte sie sich daran, dass sie in der Prager Zoouniform Vorlesungen hielt, und beendete es mit diesen Worten: „Gute Zoos haben auch Rettungszucht, sie denken an die Zukunft der Tiere, sie halten einige Arten am Leben. Und nicht nur, dass sie die Öffentlichkeit aufklären, wenn sie die richtigen Informationen haben, sie verwenden einen Teil des Geldes auch, um Tiere in freier Wildbahn zu schützen. So die Zoos machen einen tollen Job. Und ihr in Prag habt großes Glück einen der guten Zoos hier zu haben. „

Natürlich kann ich nicht anders, als mich an unseren gemeinsamen Tanz auf der Aula-Bühne erinnern. Dies kam, nachdem ich mich für den Zoo Prag beworben habe, um Tschechien bei ihrem Roots and Shootings Programm zu helfen, das die Öffentlichkeit in den Naturschutz

Ein weiteres Programm mit Jane fand in unserer Dja Reservation statt. Sie taufte und signierte die tschechische Übersetzung ihres Buches Pangolina (anstelle der geplanten zwanzig Minuten verbrachte sie mehr als anderthalb Stunden mit Signieren) und dann wurde der Name des jüngsten Gorillajungen enthüllt. Jane sagte bei der Gelegenheit:

"Ich wählte den Namen Gaia für das kleine Gorillaweibchen und das aus zwei Gründen. Der erste Grund ist seine Bedeutung, denn Gaia ist eine griechische Erdgöttin, manchmal sogar der Planet Erde selbst. Gorillas und wir sind Teil des Lebens auf diesem Planeten, und wir müssen alles tun, damit es so bleibt. Der zweite Grund ist Gaia, eine Schimpanse, die in Gombe lebt, wo wir seit 63 Jahren Schimpansen studieren. ... ) Und ich möchte sagen, dass ich wirklich froh und froh bin, wieder im Prager Zoo zu sein und diesen neuen wunderschönen Gorilla-Pavillon zu sehen. Weil es viele Leute gibt, die sagen, dass diese Gorillas wieder in die Wildnis zurückkehren sollten, aber jemand kommt und mir sagt: „Diese Gorillas sind hier nicht glücklich. ' Wenn du dort warst, wo ich in Afrika war und du diesen schrecklichen Anblick gesehen hättest - ein Gorilllakopf, der auf dem Markt als Buschfleisch verkauft wird. Diese Gorillas sind jedoch in wunderschöner Form. „

Jans Besuch war uns eine große Ehre. Zugleich bin ich sehr froh das es ihr hier gefallen hat. "Es war ein wundervoller Besuch", schrieb sie mir nach dem Abgang. "Und alles ist so toll geworden! „

Miroslav Bobek

Übersetzung via Facebook


Heidelberger Gorillagruppe wieder zu dritt

HEIDELBERGER GORILLAGRUPPE WIEDER KOMPLETT

Gorilla-Weibchen Jamila aus dem Allwetterzoo Münster ist in Heidelberg eingetroffen

Die Gorillagruppe im Zoo Heidelberg hat eine neue Mitbewohnerin, das Weibchen „Jamila“ ist am Montag, den 22. April 2024 aus dem Allwetterzoo Münster an den Neckar umgezogen. Der Transport verlief problemlos, in den nächsten Tagen darf „Jamila“ sich zunächst an die neue Umgebung und die Pfleger gewöhnen, bevor sie mit den anderen beiden Gorillas zusammengeführt wird. Das Menschenaffenhaus bleibt zeitweise für die Besucher geschlossen, um den Tieren die nötige Ruhe bei der Integration zu geben.

Nachdem Weibchen „N’Gambe“ Ende Dezember letzten Jahres in den Zoo Frankfurt umgezogen ist, bestand die Heidelberger Gorillagruppe nur noch aus dem Silberrücken und einem Weibchen. Da diese Menschenaffenart allgemein in Gruppen mit einem Männchen und mehreren Weibchen lebt, war bei Abgabe von „N’Gambe“ bereits klar, dass für sie ein anderes Weibchen nach Heidelberg wechseln sollte. Tiertransfers zwischen den Zoos werden vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP koordiniert und in enger Absprache mit den einzelnen Zoos empfohlen.

„Das neue Weibchen aus Münster wurde uns vom EEP vorgeschlagen“, berichtet Sandra Reichler, als Kuratorin verantwortlich für die Menschenaffen im Heidelberger Zoo. „Wir haben uns intensiv mit den Kollegen aus Münster über unsere Gorillagruppen ausgetauscht und gemeinsam beschlossen, dass dieses Weibchen gut zu den beiden Tieren in Heidelberg passen könnte“.

Weibchen „Jamila“ ist in Münster in einer funktionierenden Gruppe aufgewachsen und daher gut sozialisiert. Mit ihren 10 Jahren ist sie nun alt genug, sich einer neuen Gorillagruppe anzuschließen. Regelmäßige Wechsel in einer Gorillagruppe sind üblich. In der Natur verlassen sowohl junge Männchen als auch die Weibchen mit Beginn der Geschlechtsreife ihre Geburtsgruppe. Der Silberrücken einer Gruppe kann seine Weibchen meist nur für einige Jahre führen, bis ein anderes, kräftigeres Männchen übernimmt. Wird eine Gruppe zu groß oder versteht sich ein Weibchen nicht mit den anderen, verlässt es auch im erwachsenen Alter die Gruppe und schließt sich einem anderen Silberrücken und einer anderen Gorillagruppe an. Wie die Tiere in Heidelberg tatsächlich miteinander harmonieren, wird sich erst in einigen Monaten zeigen.

Für den Transport von Gorilla „Jamila“ wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen: Ein intensiver Gesundheitscheck in Münster stellte sicher, dass das Gorillaweibchen gesund und fit ist. Die Heidelberger Tierpfleger des Affenreviers waren bereits zwei Tage vor dem geplanten Transporttermin nach Münster gereist, um „Jamila“ in ihrer gewohnten Umgebung kennenzulernen und sich mit den Kollegen in Münster auszutauschen.

Das Verladen in eine spezielle Transportkiste fand am Montagmorgen statt und verlief ohne Zwischenfälle, bevor die Heidelberger Pfleger mit Gorilla per Straßentransport zurück in Richtung Heidelberg aufgebrochen sind. Ein vertrauter Tierpfleger von „Jamila“ begleitete ebenfalls den Transport nach Heidelberg und wird die ersten Tage in Heidelberg bleiben, um die Eingewöhnung zu unterstützen. Nach der Ankunft in Heidelberg darf sich das Gorillaweibchen nun in einem ruhigen Gehege hinter den Kulissen ausruhen, bevor sie alle Gehegebereiche getrennt von den anderen Gorillas kennenlernen und erkunden darf. Der erste Kontakt zu ihren Mitbewohnern wird zunächst aus der Entfernung mit einem schützenden Gitter dazwischen erfolgen. Erst wenn positives Interesse aneinander beobachtet wird, werden die Tiere unter sorgsamer Beobachtung des Pflegerteams zusammengelassen. „Wir sind alle sehr gespannt, wie die Zusammenführung ablaufen wird. Trotz der Erfahrung mit einigen Gorillaintegrationen müssen wir die Interaktionen aufmerksam beobachten, denn jede Zusammenführung verläuft anders und hängt komplett von den beteiligten Charakteren der Tiere ab“, erklärt Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers. „Aber die Voraussetzungen sind gut, unser Silberrücken hat bereits einige Erfahrung mit neuen Weibchen, und unser Weibchen „Shaila“ ist ebenfalls sehr gut sozialisiert und wird wissen, wie man sich einem neuen Gruppenmitglied gegenüber verhält.“

Über die weitere Entwicklung und die Integration des neuen Gorillaweibchens wird der Zoo zeitnah informieren.

Text: Homepage Heidelberger Zoo


FATOU feiert ihren 67. Geburtstag im Berliner Zoo


Im Basler Zoo trägt Gorilla JOAS wochenlang ihr totes Junges mit sich herum

Im Basler Zoo kam es am 1. Februar zu einer Totgeburt eines Gorillas. Die Mutter trug dieses jedoch wochenlang mit sich, als wäre es noch am Leben.

Zwei Monate lang trug das Gorillaweibchen Joas ihr totes Junges durch ihr Gehege im Zoo Basel, für die Besucherinnen und Besucher ein makabrer Anblick. Das Junge starb am 1. Februar bereits bei der Geburt. Erst vor zwei Tagen hat Joas den Kadaver losgelassen. Die jungen Gorillas spielen momentan noch damit, erst danach kann er aus dem Gehege entfernt werden.

Dieses Verhalten der Gorillas sei für viele Menschen unverständlich und teilweise auch schwer auszuhalten, aber «für Gorillas ist es ganz normal», erklärt Adrian Baumeyer, Biologe und Kurator des Affengeheges gegenüber der «bz Basel».

Der Grund für Joas natürliche Bindung zu ihrem Nachwuchs ist überlebenswichtig – ohne die ständige Aufmerksamkeit der Gorillamutter würde das Junge rasch verenden. Somit besteht auch einige Wochen nach dem Tod des Jungtiers eine Bindung zwischen ihnen. Auch wie schnell sie sich löst, ist bei allen Individuen anders.

Joas pflegte deshalb ihr Baby, als wäre es noch am Leben. Er selbst habe das Verhalten bei Gorillas noch nie selbst erlebt, jedoch bei den Schimpansen schon. «Dass die Mutter den Körper zwei Monate herumträgt, ist schon relativ lang», meint er gegenüber der Zeitung. Auch schon vorgekommen ist, dass die Affen ihre toten Jungtiere für Nahrung tauschten.

Joas das tote Jungtier wegzunehmen, war für Baumeyer keine Option. Die Entfernung des Kadavers wäre kompliziert. Die Pflegerinnen und Pfleger interagieren durch ein Gitter mit den Tieren und gehen selten ins Gehege. Ein direkter Körperkontakt könnte für die Pflegepersonen selbst tödlich enden. Um das Jungtier wegzunehmen, hätte Joas betäubt werden müssen. Somit macht es für Baumeyer keinen Sinn, einen Abschied zu forcieren.

Schwer zu ertragender Anblick

Über Trauer will der Kurator nicht sprechen. Er benutzt lieber das Wort Abschiedsprozess. «Unsere eigenen ethischen und moralischen Vorstellungen auf sie zu übertragen, wäre ein Fehler», denn Baumeier ist es wichtig, die Tiere nicht zu vermenschlichen.

Der Zustand war für die Verantwortlichen trotzdem hart zu ertragen. «Wir haben uns auf die Geburt gefreut. Schon die Totgeburt war ein Dämpfer», sagt Baumeyer. Zudem fange der Körper ziemlich schnell an zu verwesen. Der Geruch sei unangenehm, die Finger fallen ab und die Haare aus. Das anzuschauen sei nicht schön, dennoch war man sich im Team einig: «Wir geben Joas die Zeit, die sie braucht.»

Da Joas ihr Jungtier nun abgegeben hat, könnte ihr Zyklus bald wieder einsetzen. Sobald es Anzeichen dafür gibt, kann sie wieder gedeckt werden.


Baby im Berliner Zoo stirbt nach wenigen Tagen

Wir müssen euch leider mitteilen, dass das am 3. März geborene Gorilla-Jungtier verstorben ist. Heute morgen entdeckten Tierpfleger*innen im Affenhaus den Nachwuchs tot im Arm seiner Mutter. Die ersten Tage nach der Geburt sind immer eine kritische Phase. Die Jungtiersterblichkeit ist insbesondere bei Erstgebärenden deutlich erhöht.

Erst wenn Mutter Djambala und die Gruppe Abschied genommen haben und sie das Jungtier von sich aus ablegt, wird es aus der Gorillagruppe genommen und zur Ermittlung der Todesursache an die Pathologie überführt. Anhand der Beobachtungen von Tierpfleger*innen und Tierarzt kommt als erster Verdacht für eine Todesursache bei der Geburt aufgenommenes Fruchtwasser und eine daraus resultierende Lungenentzündung in Frage.

Bis sich die Gorillagruppe vom Jungtier verabschiedet hat, wird dieser Teil des Hauses weiterhin für Gäste nicht zugänglich bleiben.

Zoo Berlin via Facebook 


Nachwuchs im Berliner Zoo. DJAMBALA bekam ihr erstes Kind

Foto: Zoo Berlin
Foto: Zoo Berlin

In der Nacht vom 3. auf den 4. März 2024 erblickte ein kleiner Gorilla im Zoo Berlin das Licht der Welt – gerade noch am Internationalen Tag des Artenschutzes. Dieser Tag dient dazu, das Bewusstsein für den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu schärfen und die weltweiten Bemühungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zu unterstützen – welches Symbol könnte somit passender sein als die Geburt einer vom Aussterben bedrohten Tierart.

 

 „Wir freuen uns sehr über diese frohe Botschaft. Gern hätten wir diesen Neuzugang bereits in einem angemessenen neuen Zuhause begrüßt“ , verrät Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Aber die Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes, für Djambala mit der Familienplanung zu beginnen, kamen schneller. Wir haben jedoch schon mit den Planungen für ein neues Haus für unsere Gorillafamilie begonnen. Derzeit prüfen wir die Möglichkeiten, einen großzügigen Anlagenkomplex, der sich harmonisch in die Natur einfügt auf dem Erweiterungsgelände zu realisieren. Auf rund 2 Hektar Fläche bestehen dort gute Voraussetzungen, für eine zukunftsweisende Tierhaltung mit weitläufigen Außen- und Innenbereichen.“ Unter dem Motto „Mein Gorilla bekommt 'ne Villa im Zoo“, sammelt der Zoo Berlin bereits seit drei Jahren Spenden für einen Neubau. Umzugshelfer*innen können hier ihren Beitrag leisten.

Für das Zoo Berlin-Team heißt es nun erst einmal abwarten und staunen: „Mutter Djambala und ihr Nachwuchs sind wohlauf“, berichtet Zoo-Tierarzt Dr. André Schüle. „Durch das Beobachten ihrer Artgenossin Bibi hatte sie in den letzten drei Jahren die Gelegenheit, die Aufzucht von eigenem Nachwuchs zu erlernen. Das gibt uns Grund zur Hoffnung, dass sie selbst als Erstgebärende ihre Mutterrolle wahrnehmen wird. Noch heißt es Daumendrücken.“ Ruhe und Zurückhaltung sind nun oberstes Gebot. In den ersten Monaten ist das Jungtier auf die Pflege seiner Mutter angewiesen und wird bis zum Alter von 4 bis 5 Jahren gesäugt. Gorilla-Jungtiere können sich von Anfang an am Fell ihrer Mutter festhalten und werden von ihr überallhin getragen, zunächst am Bauch und später auf dem Rücken. In der sensiblen Anfangszeit werden ausschließlich die Tierpfleger*innen Zugang zum Gorilla-Bereich im Affenhaus haben und die neue Familiensituation aus der Ferne beobachten. Daher können aktuell weder Gewicht noch Geschlecht des Jungtieres festgehalten werden. Der hintere Teil des Affenhauses ist daher aktuell auch für Besucher*innen nicht einsehbar.

Für die Gorilla-Dame ist es der erste Nachwuchs. Neben Sango (21) und Djambala (24) gehören auch die Gorilla-Weibchen Bibi (27), Tilla (3) und Mpenzi (38) zur Familie. Seniorin Fatou (66) gilt als ältester Gorilla der Welt und verbringt ihren Ruhestand auf einer separaten Nachbaranlage.

Zoo Berlin - PRESSE-MITTEILUNG 


Medizinisches Wunder: Ärzte bringen Gorilla-Frühchen per Kaiserschnitt zur Welt

Dem Fort Worth Zoo in Texas ist es gelungen, ein Gorillababy auf die Welt zu bringen. Das Tier kam vier bis sechs Wochen zu früh per Kaiserschnitt. „Wir sind stolz darauf, die historische und emotionale Geschichte rund um die Geburt unseres dritten Gorillababys zu erzählen“, schreibt der Fort Worth Zoo. Die beteiligten Ärzte sprechen von einem Höhepunkt ihrer Karriere. 

 Bericht von Robin Dittrich


Deutsche Jungs wurden Papas

Foto: Zoo London
Foto: Zoo London

KIBURI wurde im Zoo London Vater! Mutter MJUKUU brachte am 17. Januar ein Kind zur Welt. Vater KIBURI wurde im Zoo Hannover geboren. Dann verbrachte er 8 Jahre im Loro Parque in einer Junggesellengruppe. Das eine Junggesellengruppe eine gute "Kinderstube" ist, machte KISUMU in Prag vor. Dort bekam Mutter DUNI  am 2. Januar 2024 ein kleines Mädchen. KISUMU wurde im Münchner Zoo geboren und verbrachte 17 Jahre in einer Jungs-Truppe in Schmiding/Österreich. Beide Babys wachsen in der Familien-Gruppe auf. 


Tiergarten Nürnberg verbreitet Unwahrheiten über Junggesellengruppen

Der Tiergarten Nürnberg verbreitet Unwahrheiten über Junggesellengruppen:

Junggesellengruppen Westlicher Flachlandgorillas funktionieren sowohl in der Natur als auch in Zoos meist nur für wenige Jahre. Danach müssen die männlichen Tiere entweder einen eigenen Harem bekommen oder – wenn es keinen gibt - allein bleiben.

Junggesellengruppen werden in den EAZA-Zoos deswegen vor allem mit Tieren gegründet, die Aussicht auf einen eigenen Harem haben. Bei den beiden Nürnberger jungen Gorillamännchen ist das nicht der Fall. Die Alternative der Einzelhaltung ist für den Tiergarten Nürnberg keine Option. Denn Westliche Flachlandgorillas sind sehr soziale Tiere und brauchen eine stabile Gruppe.

Mit der Kastration der beiden Nürnberger Gorillajungtiere stehen die Chancen sehr gut, dass ihr Vater sie weiterhin in der Gruppe akzeptieren und nicht als Konkurrenten wahrnehmen wird. Erhöht werden sie dadurch, dass ihr Vater eine sehr innige Beziehung zu den beiden pflegt und sich ihnen gegenüber äußerst fürsorglich zeigt.

Kastrierte Gorillas entwickeln zudem keine sekundären Geschlechtsmerkmale – das heißt, dass sich ihr Rückenfell nicht silbergrau färbt und ihr Körperbau nicht so kräftig ist wie der der Silberrücken.

Veterinärmedizinisch ist der Eingriff selbst vergleichbar mit der Kastration bei einem Hauskater oder einem Hunderüden. Bei der Wahl des Zeitpunktes stützt sich der Tiergarten auf die Empfehlung der Kolleginnen und Kollegen des EEPs.

 

Meine Reaktion:

Jetzt machen sie mich aber richtig wütend. Das was sie schreiben ist gelogen! - Es gibt keinen einzigen alleinlebenden Gorilla in einem Zoo, der aus einer Junggesellengruppe stammt. Es gibt zum Glück nur noch selten alleinlebende Gorillas in Zoos. Meistens sind diese aus europäischen Zoos "verkauft" worden. Bestes Beispiel ist BUA NOI. Sie stammt aus Guinea und wurde über dubiose Händler in Deutschland verkauft an ein Einkaufszentrum, das die Hölle ist. Oder was ist mit den Söhnen von FRITZ. Die leb(t)en auch Jahre alleine und stammten nicht aus Junggesellengruppen.

Es hat sich vielmehr herausgestellt, dass Gorillas aus Junggesellengruppen sehr sozial sind. Sie ließen sich bei einer Verpartnerung sehr schnell wieder auf das weibliche Geschlecht ein. Bei der Kindererziehung spielten sie eine große Rolle. Dies führe ich darauf zurück, dass sie die Rolle eines Silberrückens auch in Junggesellengruppen ausleben konnten.

Die beiden kastrierten Gorillas können das nicht. Ihre Rolle in der Gruppe wird, wenn sie erwachsen sind, unklar bleiben. Was das mit der Psyche eines Gorillas ausmacht, ist noch nicht absehbar. Kastrierte männliche Tiere in niederländischen Einrichtungen machten den Silberrücken erhebliche Schwierigkeiten. Denn sie sind keineswegs verspielt und ordnen sich sofort unter. Ein soziales Gefüge existiert nicht in deren Köpfen. Ist ein kastrierter Mann allein in der Gruppe, so sondert der sich ab. Muss teilweise getrennt gefüttert werden.

Frau Köhler hat vollkommen recht mit der Behauptung, den beiden Jungs aus Nürnberg stände nur der Nürnberger Zoo zur Verfügung. Silberrücken aus Junggesellengruppen dagegen die ganze Welt.

Zudem vergleichen Sie wieder eine Kastration mit der einer Hauskatze oder Hundes. Gorillas stehen uns Menschen wesentlich näher als domizilierte Haustiere. Ihre Psyche, ihr Leiden und ihre Freuden sind eher mit uns Menschen vergleichbar als mit Hunden und Katzen.


Auf die Brust trommeln ist nicht nur Imponiergehabe

„Beim Gorilla-Brusttrommeln handelt es sich um ein wirklich ikonisches Geräusch aus dem Tierreich. Daher ist es großartig, dass wir nun belegen können, dass Gorillas auf diese spektakuläre Art und Weise Informationen über ihre eigene Körpergröße übermitteln“, erklärt der Primatologe Edward Wright in einer Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts.

Auf die Brust trommeln kann verschiedene Gründe haben. Vom Imponiergehabe bis hin zu purer Lebensfreude. Bei jüngeren Gorillas ist es auch eine Aufforderung zum spielen. Auch weibliche Tiere orientieren sich lt. einer Studie ans Brusttrommeln. 

Brust trommeln ist individuell und sowas wie eine persönliche "Unterschrift" eines Gorillas. 

Artikel zur Studie Brusttrommeln bei Gorillas


N'GAMBE wechselt aus dem Heidelberger Zoo nach Frankfurt

N'GAMBE / © Heike Arranz Rodriguez
N'GAMBE / © Heike Arranz Rodriguez

Gorillagruppen sind dynamisch, es kommt immer wieder zu Wechseln in der Zusammensetzung der Individuen, sowohl in der Natur als auch in Zoos. Die Männchen und die Weibchen verlassen ihre Geburtsgruppe mit Erreichen der Geschlechtsreife. Ausgewachsene männliche Tiere, Silberrücken genannt, führen einen Harem von mehreren Weibchen an, die in der Regel nicht miteinander verwandt sind. Die Übernahme durch einen neuen Haremsführer oder Unverträglichkeiten zwischen den Weibchen führen dazu, dass einzelne Tiere auch im erwachsenen Alter die Gruppe wechseln oder ganze Haremsgruppen zerbrechen und sich neu wieder zusammensetzen. Dies ist im Zoo Heidelberg der Fall: Die beiden Gorillaweibchen N’Gambe und Sheila hatten kein besonders enges Verhältnis zueinander. Nach dem Tod des dritten Weibchens ZsaZsa verstärkten sich die Spannungen zwischen ihnen. Silberrücken Bobo ist zwar sehr erfahren, zeigt sich jedoch mit den Streitigkeiten zwischen seinen beiden Weibchen zunehmend überfordert. Die sehr dominante und intelligente N’Gambe hat es immer wieder verstanden, den Gorillamann gegen das rangtiefere Weibchen Shaila aufzustacheln – keine schöne Situation für das Tier. Nach Rücksprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Gorillas wurde beschlossen, N’Gambe in eine andere Gruppe zu integrieren und stattdessen ein anderes Weibchen für die Heidelberger Gruppe auszusuchen. „Die Gorillagruppe in Frankfurt ist deutlich größer. Dort leben Weibchen verschiedenen Alters, in deren Gruppe N‘Gambe aufgenommen werden soll. Hier wird das intelligente und dominante Weibchen viele neue Herausforderungen vorfinden, die ihr sicher gut tun werden. Gleichzeitig können wir den Druck auf unser zweites Weibchen verringern.“, erklärt Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg. Die Pfleger vom Zoo Frankfurt waren bereits in Heidelberg, um N’Gambe kennenzulernen und sich mit den Kollegen auszutauschen. Sie sind sehr optimistisch, dass sich N‘Gambe in Frankfurt gut in die Gruppe integrieren wird. Welches Weibchen als Nachfolgerin für sie nach Heidelberg ziehen wird, steht derzeit noch nicht endgültig fest. Der Zoo Heidelberg steht in engem Kontakt mit dem Gorilla EEP, das genaue Empfehlungen zu Gruppenzusammensetzungen für Gorillas in den einzelnen Zoos innerhalb Europas gibt. (lt. Homepage - Heidelberger Zoo)  

Willkommen N’Gambe

Gestern (12.12.2023) ist ein neues Flachlandgorilla-Weibchen bei uns eingezogen. Die Anreise war kurz – die 23 Jahre alte N’GAMBE kam aus dem Zoo Heidelberg zu uns. Nach ihrer Zeit in der Quarantänestation wird sie behutsam mit unserer Gruppe um Silberrücken VIATU bekannt gemacht. Damit ihr in der Quarantäne nicht langweilig wird, wird sie jeden Tag intensiv beschäftigt und trainiert. (lt. Facebook - Frankfurter Zoo)


N’YOKUMI im Züricher Zoo wurde eingeschläfert

Seit kurzem ist die Gorilla-Gruppe im Zoo Zürich um ein Tier kleiner. Leider mussten wir unser 22-jähriges Gorillaweibchen N’Yokumi aufgrund gesundheitlicher Probleme einschläfern.

Im Oktober beobachteten wir zum ersten Mal Krankheitssymptome bei dem Gorillaweibchen N’Yokumi. Sie frass und trank aufgrund von Schmerzen beim Schlucken sehr schlecht und zeigte sich stark reduziert. Trotz sofort eingeleiteter tiermedizinischer Massnahmen verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, weshalb wir entschieden den weiblichen Gorilla einzuschläfern. Die genaue Ursache der plötzlichen gesundheitlichen Probleme von N’Yokumi ist Gegenstand der aktuell noch laufenden pathologischen Untersuchungen am Universitären Tierspital Zürich.

Der weibliche Westliche Flachlandgorilla N’Yokumi kam 2005 im Alter von vier Jahren aus dem Zoo in Stuttgart nach Zürich und lebte 18 Jahre lang bei uns im Menschenaffenhaus.

Text / Foto: Zoo Zürich 

N`YOKUMI wurde im Burgers Zoo in den Niederlanden geboren. Sie ist eine Handaufzucht im Stuttgarter Zoo gewesen. Ihr Vater GORGO lebt im Rostocker Zoo. 


ROSELI im Wuppertaler Zoo wurde eingeschläfert

Abschied von Gorilla Roseli

Sie war eines der ältesten Tiere im europäischen Zuchtbuch der Gorillas: „Roseli“, 48 Jahre alt, wurde gestern eingeschläfert.

Schon seit Monaten stand sie unter besonderer Beobachtung, weil ihre schwere Hüftarthrose und eine chronische Wunde ihr zu schaffen machten. Das Tierpflegeteam und das Veterinärteam besprachen regelmäßig das täglich protokollierte Verhalten und werteten gemeinsam die beobachteten Veränderungen aus, um das Wohlbefinden des Tieres bestmöglich einschätzen zu können. Selbstverständlich erhielt „Roseli“ auch Medikamente gegen ihre Schmerzen. Entscheidend war bei allen Aspekten ihrer Betreuung grundsätzlich die Sicherung ihrer Lebensqualität.

Nachdem die Tage mit Müdigkeit und reduzierter Bewegungslust zuletzt häufiger geworden waren, wurde erneut der internationale tierärztliche Berater des Gorilla-Zuchtbuchs kontaktiert und vereinbart, dass „Roseli“ bei einer deutlichen Verschlechterung ihres Wohlbefindens erlöst werden wird. Gestern war dieser Punkt erreicht. Nach ihrer Einschläferung erhielten die beiden verbleibenden Gorillas „Vimoto“ und „Grace“ die Möglichkeit, „Roseli“ noch einmal zu sehen. Das Menschenaffenhaus des Zoos blieb am Nachmittag geschlossen.

Die tiermedizinische Betreuung geriatrischer Patienten hat in den letzten Jahrzehnten in unseren Zoos immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Zootiere werden dank großer Fortschritte in der Tierhaltung immer älter, viele Tierarten leben insbesondere länger als in der Wildbahn. Damit werden auch die altersbedingten Krankheiten, wie z.B. die Gelenksarthrose des Westlichen Flachlandgorillas „Roseli“, häufiger. Die Betreuung und Begleitung dieser Tiere erfordert viel Fingerspitzengefühl und eine offene Diskussion der Frage, bis zu welchem Punkt die Lebensqualität der Tiere überwiegt. So traurig der Tod von langjährig liebgewonnenen Tieren sein kann, so tröstlich ist andererseits der Rückblick auf ihr langes Leben.

Text: Zoo Wuppertal via Facebook 

Foto: Heike Arranz Rodriguez 


Terrorgruppe tötet Touristen auf Gorilla-Safari

Terroristen der ADF haben in Uganda am Dienstag zwei Touristen aus Großbritannien und Südafrika und ihren ugandischer Reiseführer getötet. Bilder, die von der Polizei verbreitet wurden, zeigen zwei der Opfer tot am Boden und das brennende Safari-Fahrzeug. 

Die Bluttat geschah in der Nähe des Queen Elizabeth Nationalparks im Südwesten Ugandas. Die beiden Touristen waren offenbar auf Gorilla-Safari. 

«Feiger Terroranschlag»

Fred Enanga, ein Polizeisprecher, sagte gemäß dem «Guardian» in einer Erklärung, dass extremistische Rebellen, die normalerweise im Osten der benachbarten Demokratischen Republik Kongo ansässig sind, den «feigen Terroranschlag» verübt hätten. Ugandische Sicherheitskräfte verfolgten laut Enanga die Terror-Miliz.

Nach Angaben der Uganda Wildlife Authority (UWA), die den nach der verstorbenen Briten-Königin benannten Park verwaltet, war das Trio mit «Gorilla and Wildlife Safaris», einem lokalen Reiseunternehmen, unterwegs.

Ein Sprecher bezeichnete den Vorfall als «entsetzlich». «Wir sprechen den Familien und Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus und teilen ihre Trauer in dieser schweren Zeit.»

Im Juni Schulmassaker angerichtet

Die ADF steht in Verbindung dem zentralafrikanischen Ableger der islamistischen Terrormiliz IS (Islamischer Staat) und operiert meist in der Demokratischen Republik Kongo. 

Laut dem «Guardian» ist ein grenzüberschreitender Angriff eher selten. Im Juni hatten Islamisten eine Schule und deren Schlafräume in der Stadt Mpdonwe nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo überfallen und in Brand gesetzt und über 42 Menschen getötet. 37 Kinder kamen dabei ums Leben. Mehrere wurden entführt. 

Der Ostkongo gilt als eine der gefährlichsten und instabilsten Regionen der Welt. Im ganzen Land sollen etwa 130 unterschiedliche bewaffnete Gruppen aktiv sein. Diese sind vor allem an den Bodenschätzen der Region interessiert.

Publiziert: 18.10.2023 auf >>> BLICK.CH 


Nahender Abschied von ROSELI im Wuppertaler Zoo

ROSELI - © Heike Arranz Rodriguez
ROSELI - © Heike Arranz Rodriguez

Sie gehört zu den bekanntesten Individuen im Grünen Zoo: Gorilladame „Roseli“, 48 Jahre alt, ist aktuell gleich mit mehreren Erkrankungen in Behandlung. Eine schwere Hüftarthrose bereitet dem hochbetagten Tier Schmerzen und schränkt seine Beweglichkeit ein. Auch eine chronische Wunde macht „Roseli“ zu schaffen. Schon lange ist außerdem ihre besondere soziale Problematik bekannt: Als handaufgezogenes Tier nimmt sie kaum am Gruppenleben teil und zeigt wenig Interesse an ihren Artgenossen.

Bereits seit einiger Zeit sind das Tierpflege- und Veterinärteam und der Zoodirektor deshalb immer wieder in Gesprächen über „Roseli“, um ihren Zustand zu beurteilen und zu begleiten. Auch der internationale tierärztliche Berater des Gorilla-Zuchtbuchs ist im Boot.

„Roseli“ gehört zu den ältesten Individuen im Zuchtbuch und das Ende ihres Lebens ist nah. In einer solchen Situation ist Lebensqualität grundsätzlich wichtiger als ein Ringen um jeden Tag längere Lebenszeit. Das Tierpflegeteam füllt täglich einen Fragebogen zu „Roselis“ Verhalten und Gesundheitszustand aus und selbstverständlich erhält sie Medikamente gegen die Schmerzen. Dennoch ist der Tag, an dem wir gemeinsam entscheiden, ihr das letzte Stück des Weges zu ersparen, sicher nicht mehr weit.

Solche Situationen erfordern viel Fingerspitzengefühl und fallen niemandem leicht. Das gute Verhältnis der Tierpflegerinnen und Tierpfleger zu dem charakterstarken Tier ist hier besonders entscheidend. Sollte es zu einer Einschläferung kommen, werden wie üblich Proben für wissenschaftliche Projekte gesichert, um das medizinische Wissen über diese Tierart weiter auszubauen.

Quelle/Text: Zoo Wuppertal


Krefelder Zoo erweitert Außenanlage für die Gorillas

Das bereits bestehende Außengehege für die Gorillas im Krefelder Zoo wurde erweitert und umfasst nun 800 qm. Am 21. September 2023 erkunden Silberrücken KIDOGO und seine Familie die neue Anlage. 


ASSUMBO feiert 50. Geburtstag

Foto: Zoo Rostock
Foto: Zoo Rostock

Vier Gorillas verließen deutsche Zoos in Richtung Frankreich

Gorilla SAWA - © Heike Arranz Rodriguez
Gorilla SAWA - © Heike Arranz Rodriguez

Am 7. Juni 2023 hat Gorilla JAMILIA  auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms den Duisburger Zoo, in Richtung Frankreich verlassen. Im Zoo de la Boissiere du dore wird sie ihr neues Zuhause finden.

JAMILIA ist die zweite Tochter von Vizuri und wurde 2012  in Duisburg geboren. In Duisburg war sie als kluger Gorilla bekannt, welcher Aufgaben schneller löste als ihre älteren Schwestern. Besonders war sie immer an den kleineren Jungtieren Ayo, Muenda und June in der Gruppe interessiert.

 

Bereits am 30. Mai 2023 verließen zwei männliche Gorillas - KAJARI und TONDA die Stuttgarter "Wilhelma". Die beiden jungen Gorillas werden in Frankreichs Zoo du Bassin d'Arcachon auf einen älteren Silberrücken treffen. Der Zoo du Bassin d'Arcachon hat in der Haltung von Gorillas bisher keine Erfahrung. 

 

Mitte Juni 2023 verließ nun auch Gorilla SAWA den Frankfurter Zoo, wo sie bereits seit längerer Zeit separiert lebte. Wie auch JAMILIA zog SAWA in den Zoo von Boissière in Frankreich um. Dort treffen die beiden gleichaltrigen Gorilladamen auf einen Silberrücken. 


Auge in Auge mit Berggorillas Ugandas

Danke Markus für die Erlaubnis, Deine Story und die sehr schönen Fotos teilen zu dürfen. 


UKIWA stirbt mit 40 Jahren im Zoo Wuppertal

VIMOTO, ROSELI und UKIWA - © Heike Arranz Rodriguez
VIMOTO, ROSELI und UKIWA - © Heike Arranz Rodriguez

Wir haben eine traurige Nachricht: Am gestrigen Dienstagmittag, dem 25. April, ist unser Westliches Flachlandgorilla-Weibchen "Ukiwa" überraschend gestorben.

Am Montagmittag fiel dem Tierpflegeteam auf, dass "Ukiwa" ungewöhnlich viel ruhte und die Flüssigkeits- und Futteraufnahme verweigerte. Am nächsten Morgen verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand drastisch, sodass das Gorilla-Weibchen trotz sofort eingeleiteter veterinärmedizinischer Maßnahmen am Mittag verstarb.

Der Gorillagruppe wurde anschließend die nötige Zeit gegeben, Ukiwas Tod zu realisieren. Der leblose Körper wurde dafür noch einige Zeit in der rückwärtigen Anlage belassen. Alle drei verbliebenen Gorillas nutzten diese Möglichkeit und kehrten immer wieder zu dem verstorbenen Weibchen zurück.

"Ukiwa" wurde am 9. April 1983 in der Wilhelma Stuttgart geboren und lebte seit dem 9. Oktober 1986 im Grünen Zoo Wuppertal. Mit 40 Jahren hatte sie bereits ein für Gorillas hohes Alter erreicht. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in der Natur bei 35-40 Jahren, kann in menschlicher Obhut aber auch höher liegen.

"Ukiwa" war das Lieblingsweibchen von Silberrücken "Vimoto". Sie bekam von ihm die meiste Aufmerksamkeit und hielt sich oft in seiner Nähe auf. Wenn er sehr aufgeregt war oder es zu Spannungen mit den Weibchen kam, schaffte sie es, ihn zu beruhigen oder mit lautem Geschrei zu verjagen. Sie wird nicht nur vom gesamten Zooteam schmerzlich vermisst werden, sondern auch innerhalb der Gorillagruppe als bedeutendes Mitglied fehlen. Dem Tierpflegeteam bleibt sie als umgängliches Gorilla-Weibchen in Erinnerung, das sich stets die größte Futterportion sicherte.

Nach Ukiwas Tod leben nun noch drei Westliche Flachlandgorillas im Grünen Zoo: das Männchen "Vimoto" sowie die beiden Weibchen "Roseli" und "Grace". Der Tierkörper wird nun im Primatenzentrum in Göttingen obduziert. Sobald nähere Erkenntnisse zur Todesursache des Gorilla-Weibchens vorliegen, werden wir informieren.

Text: Zoo Wuppertal


31. März 2023

FADDAMA - Mutter von VIATU stirbt mit 40 Jahren im Basler Zoo

Wieder stirbt ein Gorilla in Folge einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm im Basler Zoo. Wie schon KISORO (2014) und ZUNGU (2016) war auch bei FADDAMA die Infektion vermutlich mit Schuld am Tode der Gorilladame. Die Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber. 

 

Wie der Mensch sind auch Gorillas sogenannte Fehlzwischenwirte für den Fuchsbandwurm. Die Aufnahme von Bandwurmeiern ist durch Nahrungsmittel möglich, die mit Fuchskot kontaminiert sind, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Eine Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen Erkrankung der Leber. Die Inkubationszeit kann über 15 Jahre betragen.

Um die Affen um Zoo vor einer Infektion zu schützen, wird seit 2011 gemäß Mitteilung regionales Gemüse jeweils in einem eigens dafür angeschafften Steamer wärmebehandelt. Dies töte die Bandwurmeier ab. Zudem dürften Salate und andere Gemüse, die frisch verfüttert werden, nur aus dem Tessin und südeuropäischen Ländern stammen, in denen der Fuchsbandwurm nicht vorkommt, heißt es weiter.

Artikel in der Basler Zeitung zum Tode von FADDAMA <<<


9. März 2023

QUEMBO verlässt den Zoo Frankfurt und geht nach Mysore in Indien


EEP versagt - Gorillajungs im Tiergarten Nürnberg werden kastriert

Wie der Tiergarten Nürnberg auf seiner Homepage am 6.03.2023 verlauten ließ, werden beide Gorilla-Jungen kastriert. Damit folgt der Zoo eine Empfehlung des EEP. 

Das Dilemma ist, dass es zu viele männliche Jungtiere in deutschen Zoos gibt. Angeblich wäre die Unterbringung von männlichen Tieren in einer Junggesellen-Gruppe gescheitert. Obwohl es in England, Frankreich und Spanien bereits solche Gruppen gibt.
Auf jeden Fall lässt man der Natur ihren Lauf. Bei einer Kastration kann es zu Folgeschäden kommen. Zudem wird ein solches Tier immer am Ende eines Familienbundes stehen. Was eine Kastration für einen Menschenaffen bedeutet, so kann man das ganze Ausmaß gar nicht ermessen.  

In meinen Augen hat das EEP in Deutschland versagt und Kastration gleicht einer Tierquälerei. 

Siehe auch KASTRIEREN BEI GORILLAS. 


Droht den Berggorillas in der Natur eine Katastrophe? - Tierschützer schlägt Alarm

Foto zeigt DIGIT, den Lieblingsgorilla von Dian Fossey, der von Wilderen getötet wurde, als Fossey noch lebte
Foto zeigt DIGIT, den Lieblingsgorilla von Dian Fossey, der von Wilderen getötet wurde, als Fossey noch lebte

Letztes Jahr kam man auf über 1000 Berggorillas dank engagierten Tierschutz vor Ort. Jetzt droht jedoch eine Katastrophe. 

Einem Abkommen zwischen der kongolesischen und ruandischen Regierung zufolge sollen sich die Kämpfer an den erloschenen Vulkan Sabinyo im Virunga-Nationalpark zurückziehen. Doch das sei genau dort, wo sich der natürliche Lebensraum der Berggorillas befindet, sagte Alain Mukiranya von der Initiative „Gorilla Ambassadors“ dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Noch mehr bewaffnete Personen in diesem Gebiet zu dulden, komme einem Mord an der Tierart gleich, sagte Mukiranya. „Die Kämpfer werden jagen, wildern und den Wald roden.“ Das Land könne so seine letzten Berggorillas verlieren. Umweltschützern zufolge gibt es weltweit etwa 1.000 Berggorillas. Sie leben im Dreiländereck zwischen der DR Kongo, Ruanda und Uganda.

Mukiranya begrüßt grundsätzlich einen Rückzug der M23. Denn seit dem Vormarsch der Kämpfer Anfang 2022 sei es für seine Organisation kaum mehr möglich, die Menschenaffen zu schützen. Nach monatelangen Kämpfen zwischen der M23 und der kongolesischen Armee im Ostkongo haben sich Ruanda, das nach UNO-Angaben die Miliz unterstützt, und der Kongo im November auf einen Rückzug der Rebellen geeinigt.

Die Milizionäre erklärten sich jüngst ebenfalls damit einverstanden – allerdings bisher ohne sichtbare Folgen. Im Ostkongo kämpfen seit Jahrzehnten Milizen und die Armee um die Kontrolle und die reichen Rohstoffvorkommen. Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende vertrieben. 
22.01.2023 Deutschlandfunk


NEEMA im Münchner Zoo bekommt ein Baby, das man einschläfert

Foto: Heike Arranz Rodriguez
Foto: Heike Arranz Rodriguez

Ein von der Mutter verstoßenes Gorilla-Baby im Tierpark Hellabrunn ist eingeschläfert worden. Das weibliche Neugeborene sei offenbar in der Nacht zum 31. Dezember geboren worden und weder von der Mutter noch von anderen Tieren der Gruppe angenommen worden, teilte der Zoo mit. Das Jungtier sei stark unterkühlt und sehr schwach gewesen, und sein Allgemeinzustand habe sich weiter verschlechtert. Expertinnen und Experten aus Tiermedizin, Pflege, Direktion und der Veterinärbehörde hätten deshalb einstimmig beschlossen, das Neugeborene zu erlösen.

Pfleger hatten das Weibchen am frühen Morgen des Silvestertages entdeckt. Als Mutter konnten sie nach Angaben des Tierparks rasch die 35-jährige Neema identifizieren, deren Schwangerschaft zuvor nicht bemerkt worden war. Versuche, die Gorilla-Dame für ihr Junges zu interessieren, scheiterten. Ein möglicher Grund könnte der schwache Zustand des Babys sein.

"Aus der Natur ist bekannt, dass Wildtiere schon sehr frühzeitig erkennen, ob ihr Nachwuchs gesund ist und damit eine Aufzucht eine Aussicht auf Erfolg hat", sagte der zoologische Leiter Carsten Zehrer. "Dieses aus menschlicher Sicht harte Verhalten sichert in der Wildbahn unter anderem wichtige Energieressourcen des Muttertieres, die bei einer nicht erfolgreichen Aufzucht verbraucht würden." Nach ersten Erkenntnissen litt das Kleine unter anderem an einer Blutung im Kopf sowie an einer fortgeschrittenen Nabelentzündung.

Text: DPA über Süddeutsche Zeitung am 03.01.2023


Zoo-Familie in Schmiding/Österreich ist nun komplett

Foto: Peter Sterns
Foto: Peter Sterns

Mit Gorilladame Kibibi aus dem Zoo Belfast ist unser Quartett nun komplett .

Awembe wächst immer mehr in seine Rolle als Haremschef hinein. Er kümmert sich um “seine” Damen und greift wenn notwendig auch mal durch wenn es zu Eifersucht unter den Weibchen kommt. Er scheint seine neue hierarchische Stellung als Chef auch schon zu genießen und lässt sich gerne mal die Fußsohlekraulen .

(Quelle: Facebook-Seite Zoo Schmiding) 


Immer wieder die gleiche Phrasen

Foto: Heike Arranz Rodriguez
Foto: Heike Arranz Rodriguez

"Der Londoner Zoo sieht sich als Teil eines weltweiten Zuchtprogramms, das den Bestand der Westlichen Flachlandgorillas sichern soll. Ihre Population in der Wildnis von Zentral- und Westafrika sei aufgrund von Wilderei, Krankheiten, Abholzung und Klimawandel bedroht, heißt es seitens des Zoos." lt. Loro Parque.

So oder ähnlich wird unter fast jedem Artikel über Umzüge oder Geburten von Gorillas in Zoos argumentiert. Machen wir uns aber nichts vor. Kein Gorilla aus Deutschland wird je die Population der Gorillas in Westafrika auffrischen. Auswilderungen sind so gut wie unmöglich. Statt sich mit der Natur zu vergleichen, müssten Zoos lieber auf sich selbst einen Blick werfen. Viele Tierhäuser, wo die Gorillas in der kalten Jahreszeit die meiste Zeit verbringen sind völlig veraltet oder schlichtweg viel zu klein.

Die Zoos müssten sich zudem untereinander besser vernetzen, so dass es kein Gorilla alleine (wie in der Ukraine oder Italien) leben muss und schon gar nicht in einem Einkaufszentrum in Thailand, wie BUA NOI. 


Loro Parque schickt KIBURI per DHL von Teneriffa nach London

Foto: Loro Parque
Foto: Loro Parque

193 Kilogramm, verteilt auf einen 1,63 Meter großen Körper. Für einen normalen Flugsitz wäre Kiburi nicht zu groß, wohl aber zu breit gewesen. Und so musste eine andere Taktik her. Fracht-Experten übernahmen den Transport des Gorillas aus dem Loro Parque auf Teneriffa in den Londoner Zoo.

Auf der 3000 Kilometer weiten Reise servierte das Bordpersonal dem Gorilla Blattgemüse, Lauch, Bananen und kalten Früchte-Tee. Das Team für den Transport wurde aus Tierpflegern, Flugzeugingenieuren, Spediteuren, Sicherheitsleuten, Piloten und LKW-Fahrern zusammengestellt. Und so erreichte Kiburi London schließlich unbeschadet.

Nötig wurde der Umzug, nachdem im Londoner Zoo Silberrücken Kumbuka verstorben war. Vier Jahre lang wurde nach einem Nachfolger gesucht – und schließlich in Kiburi auf Teneriffa gefunden. Der Gorilla stammt ursprünglich aus dem Zoo in Hannover. Von dort war er mit seinem Bruder Ubongo im Jahr 2014 nach Teneriffa gereist.

Nachdem Tierpfleger aus London den Loro Parque besucht hatten, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, wurde Kiburi für die Reise vorbereitet. „Auch wenn wir ihn vermissen werden, weil er ein Mitglied der Familie ist, freuen wir uns sehr, dass er sich so gut entwickelt und jetzt die Möglichkeit hat, seine Fortpflanzungsgruppe zu bilden und andere natürliche Verhaltensweisen mit den Weibchen und dem Nachwuchs zu lernen“, sagte Iñaki Ezquerro, Leiter der Abteilung für terrestrische Säugetiere im Loro Parque, zum Abschied.

Inzwischen ist Kuburi im „Gorilla Kingdom“ angekommen. Dort gibt es eine Insel mit versteckten Höhlen und ein Dschungelgelände sowie einen Fluss. Seine neue Gruppe wird der Gorilla nach und nach kennenlernen.

„Wie bei jeder Patchworkfamilie lassen wir es dabei langsam angehen“, sagte Gorilla-Pfleger Glynn Hennessy nach der Ankunft: „Daher beobachten wir die Gruppe genau und lassen jedem einzelnen Tier die Zeit, die es braucht, um mit dem Neuzugang vertraut zu werden.“

Teneriffa News am 29.11.2022


Zusammenführung in Prag und Schmiding liefen sehr gut über die Bühne

Foto Zoo Prag via Facebook
Foto Zoo Prag via Facebook

Die Eingewöhnung von KISUMU (Foto) klappt sehr gut in Prag. Auch aus Schmiding kommen via Facebook nur gute Nachrichten über die Zusammenführung. In Schmiding ist Anfang November eine weitere Gorilladame aus Madrid nach Österreich gezogen. Obwohl KISUMU und AWEMBE jahrelang in einer Junggesellengruppe lebten, verhielten sie sich gegenüber den Damen bzw. einem Jungtier vorbildlich. 

November 2022 


MILELE zieht aus der Stuttgarter "Wilhelma" um nach Schmiding/Österreich

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Das Foto links habe ich vor 10 Jahren von MILELE gemacht. Nun soll sie für Nachwuchs in Österreich sorgen. 

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Seitdem vor einigen Wochen sein Kumpel Kisumu den Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels in Richtung des Prager Tiergartens verlassen hat, wartet der einsam zurückgebliebene Gorilla-Silberrücken Awembe sehnsüchtig auf Gesellschaft. Nun ist die Gorilladame Milele aus Stuttgart in Oberösterreich eingetroffen. In den kommenden Wochen werden noch zwei weitere Gorillaweibchen in Schmiding erwartet, sodass bald wieder eine Gruppe dort leben wird.

Milele wurde im Februar 2012 im Zoo Wilhelma in Stuttgart geboren. Würde sie in freier Wildbahn leben, wäre sie im richtigen Alter, um ihre Familie zu verlassen. Daher übersiedelte sie nun im Zuge des Europäischen Arterhaltungsprogramms nach Schmiding. Den Umzug in der Transportkiste hat sie gut überstanden und nach der Reise gleich eine größere Menge Gemüse verdrückt. Sie wird von den Tierpflegern als lieb und intelligent beschrieben, habe es aber auch faustdick hinter den Ohren. Da Milele deutlich aktiver ist als "Hausherr" Awembe, wurden zahlreiche Klettermöglichkeiten und eine Hängematte extra für sie angeschafft. In den kommenden Tagen soll sie den Silberrücken, den sie bisher nur durch das Gitter beäugen durfte, persönlich kennenlernen.

20.10.2020 / Text: mxn/APA 


Welttag der Gorillas – World Gorilla Day

Der 24. September ruft mit dem Welttag der Gorillas (engl. World Gorilla Day) zum Schutz der  Primatenfamilie der Menschenaffen (lat. Hominidae) auf. Zugleich ehrt dieser Aktionstag auch die Arbeit der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey (1932 – 1985), die sich dem Schutz der Tiere verschrieben zu Lebzeiten verschrieben hatte. 

 

Wer hat den World Gorilla Day ins Leben gerufen?

Der World Gorilla Day geht auf die Initiative des Dian Fossey Gorilla Fund und das Jahr 2017 zurück. Dabei widmet sich diese internationale Forschungs- und Tierschutzorganisation auch heute noch dem Schutz der Gorillas und leitet das Karisoke-Forschungszentrum, das Fossey 1967 mit ihrer täglichen Überwachung der Gorillas und den Patrouillen begründet hat. Der Fossey Fund ist das älteste und größte kontinuierlich betriebene Gorillaprojekt der Welt und verfügt über eine der größten wissenschaftlichen Datenbanken zu allen Arten. Die Wurzeln der Organisation reichen allerdings noch weiter zurück.

1978 gründete Dian Fossey den Digit Fund, um die immer wiederkehrenden Morde an Berggorillas im Gebiet der Virunga-Vulkane in Ruanda durch Wilderer zu verhindern. Nach dem Tod von Digit, einem Gorilla, der zuvor von Wilddieben enthauptet worden war, benannte sie die Stiftung nach ihm. Nach Fosseys Tod wurde der Digit Fund in Dian Fossey Gorilla Fund International umbenannt. 

Weshalb fällt der Weltgorillatag auf den 24. September?

Die Wahl des 24. Septembers ist eine historische Reverenz an die Arbeit der US-amerikanischen Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey. Siehe für einen ähnlich gelagerten Aktionstag auch den Beitrag zum Internationalen Tag der Biber (engl. International Beaver Day) am 7. April.

Denn am 24. September 1967 schlug Dian Fossey ihre beiden Zelte auf und begann mit der bahnbrechenden Erforschung der Berggorillas in den Wäldern Ruandas. Anlässlich des 50. Jahrestags der Arbeit des Dian Fossey Gorilla Fund wurde dieser Beitrag aus dem Kalender der Umweltaktionstage im Jahr 2017 ins Leben gerufen.

Ziele und Intention: Worum geht es dem World Gorilla Day?

Der Name ist hier natürlich Programm. Denn der 24. September als World Gorilla Day möchte ein öffentliches Bewusstsein für die Notwendigkeit des Schutzes dieser Menschenaffen schaffen. Damit steht er in direkter inhaltlicher Verwandtschaft zum Internationalen Tag des Orang-Utans (engl. International Orangutan Day) am 19. August.

Dabei sind diese Menschenaffen primär durch zwei Faktoren bedroht: Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen. Hier werden neben der Umweltverschmutzung hauptsächlich Rodungen für Straßenbau, Bergbau und andere Infrastrukturprojekte als Ursache genannt. 

Tierschützer und Wissenschaftler verweisen im Kontext der zunehmenden Nähe zum Menschen auf eine weitere Gefahr. Die Verbreitung zoonotischer Krankheitserreger wie Masern oder Tuberkulose, die vom Mensch auf die Tiere überspringen können.

Seit der ersten Auflage des Weltgorillatages im Jahre 2017 hat der Fossey-Fonds seine Bemühungen um den Schutz und die Erhaltung der Gorillas und ihrer natürlichen Lebensräume verstärkt und die Lebensgrundlagen der Menschen in den umliegenden Gemeinden unterstützt. So schützt die Organisation heute fast 600.000 Hektar einiger der artenreichsten Wälder der Erde, die schätzungsweise eine Viertelmilliarde Tonnen Kohlenstoff enthalten und für die Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung sind.

Der World Gorilla erhält weiterhin Unterstützung durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNO Environment Programme – UNEP). UNEP hat zwei internationale Abkommen initiiert, die zur Erhaltung der Gorillas und anderer gefährdeter Arten beitragen:

Die Convention on Migratory Species enthält ein Gorilla-Abkommen, das Regierungen und anderen Parteien einen rechtsverbindlichen Rahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gorillapopulationen und ihrer Lebensräume bietet. Die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Uganda gehören zu den acht Vertragsparteien des Abkommens.

Mit der Convention on the International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) wird der internationale Handel mit über 38 700 Pflanzen- und Tierarten geregelt.

Text: veröffentlicht am 24. September 2022 von Sven Giese / >>> www.kuriose-feiertage.de

Die offizielle Kampagnen-Website zum World Gorilla Day – auf: gorillafund.org (englisch)

Gorillas: Bedrohung der größten Menschenaffen – auf: wwf.de (deutsch)


Junggesellengruppe im Österreichischen Schmiding wurde aufgelöst

Die einzige Junggesellen-Gruppe im deutschsprachigen Raum wurde aufgelöst. Erst wurde WAZUNGU (Foto: liegend) nach Belgien abgegeben. Inzwischen lebt er im französischen Thoiry mit jüngeren Silberrücken-Männern zusammen. Letztes Jahr wurde dann MAWINGO im neugestalteten Kazan/Russland aufgenommen. Nun wurde auch KISUMU (Foto: oben) ins Nachbarland Tschechien, nach Prag abgegeben. Während Frankreich immer mehr Junggesellen-Gruppen aufbaut, so gibt es im deutschsprachigen Raum mittlerweile keine Junggesellen-Guppe mehr zu sehen. 

Wie erst kürzlich bekannt wurde, wird im Neubau in Krefeld eine Jungmänner-Gruppe entstehen. Doch das ist erst in ein paar Jahren der Fall. Fast alle deutschsprachigen Zoos (Ausnahme derzeit noch München "Hellabrunn") setzten also auf die traditionelle Art der Haltung mit einem Silberrücken an der Spitze. Zeitgemäß ist diese Haltung bei Weitem nicht. Denn auch in Deutschland kommen mehr männliche als weibliche Tiere auf die Welt. Wohin also mit den überzähligen ausgewachsenen männlichen Gorillas? Nach Indien, wie vor Kurzem zwei Gorilla-Schwarzrücken aus Münster! Sozusagen aus den Augen, aus dem Sinn.

Es wird Zeit, dass man in Deutschland Platz für Junggesellen schafft. Denn wenn man das nicht tut, wird die Diskussion wieder angefacht, männliche junge Gorillas zu kastrieren bzw. sogar zu töten. 

Oktober 2022


WAZUNGU geht es besser

Vor zwei Jahren wechselte er vom Zoo Schmiding/Österreich nach Frankreich. Auch in Thoiry lebt er in einer Männergruppe. Dort fühlt er sich sichtlich wohl. In Österreich riss er sich die Haare heraus. Da sieht man wieder einmal, dass es Sinn macht einen Ortswechsel anzustreben, wenn sich ein Gorilla nicht wohl fühlt in seiner Gruppe.


SCHORSCH stirbt mit 50 Jahren

SCHORSCH stirbt mit 50 Jahren im Loro Parque/Teneriffa. Geboren wurde er im Tiergarten Nürnberg und war ein Sohn von FRITZ. 27 Jahre lang lebte er im Loro Parque in einer Männer-Gruppe. Die letzten Jahre jedoch verbrachte der erblindete Gorilla alleine in einem Innengehege mit einer kleinen Außenanlage, abgetrennt von der eigentlichen Gorillagrupppe.

 

>>> Bericht über den Tod von SCHORSCH in der spanischen Presse 


Hund im Gorillagehege

Ein streunender Hund aus San Diego hat ein echtes Abenteuer erlebt. Der Vierbeiner hatte sich in ein Gorilla-Gehege verirrt. Er kam schadlos aus dieser Situation heraus. Bisher sind alle Eindringlinge auf Gorilla-Außenanlagen fast verletzungsfrei aus solcher prekären Lage herausgekommen. Im Gegenteil, sehr viel kleinere Tiere wecken scheinbar sogar die sanfte Seite eines Gorillas. So verbrachte ein Buschbaby 2018 zwei Stunden in einem eingezäunten Gorillagehege. Der mächtige Gorillasilberrücken berührte das kleine Äffchen immer wieder sanft und entließ es unverletzt aus seinem Gehege. 

>>> Kamerun: Riesiger Gorilla spielt mit winzigem Buschbaby - Bing video

>>> Eindringling ohne Ausweg: Gorilla jagt verirrten Hund durch Gehege - n-tv.de

 


Gorilla Dame DIAN wurde im April eingeschläfert

Sie war erblindet und litt zum Schluss unter starken Schmerzen: Gorilla-Weibchen Dian aus dem Zoo Frankfurt ist im Alter von 33 Jahren gestorben. Wie der Zoo nun mitteilte, wurde Dian schon am 21. April 2022 eingeschläfert. Ein artgerechtes Leben in der Gruppe sei ihr nicht mehr möglich gewesen.

"Die Entscheidung, das Gorilla-Weibchen einzuschläfern, war nicht leicht", sagte Zoodirektorin Christina Geiger. Ein internes Gremium, die Veterinärbehörden und Gorillaexperten des europäischen Zooverbandes seien zu dem Schluss gekommen, dass eine Einschläferung unausweichlich sei, "um dem Tier zukünftiges Leiden zu ersparen". Dian sei in ihrer vertrauten Umgebung eingeschläfert worden.

Der Menschenaffe war im Januar 1989 im Burgers Zoo im niederländischen Arnheim geboren worden und lebte seit 1995 in Frankfurt. Dort brachte Dian fünf Jungtiere zur Welt - unter anderem gebar sie im März 2018 Zwillinge, was bei Gorillas sehr selten ist. Bei Besuchern war sie bekannt und beliebt.

Unzumutbare Belastung durch Augenkrankheit

Zuletzt aber bemerkten die Pflegerinnen und Pfleger des Frankfurter Zoos, dass Dian sich immer häufiger zurückzog und offenbar unter Kopfschmerzen litt, wie der Tierpark weiter mitteilte. Angesichts ihrer Symptome vermuteten sie demnach eine Augenkrankheit. Eine Untersuchung habe ergeben, dass Dian durch eine Entzündung der inneren Augenhaut eine irreversible Erblindung erlitten hatte. Ein mit der Entzündung einhergehendes Glaukom, auch als Grüner Star bekannt, habe die starken Schmerzen verursacht.

Für Dian bedeutete das, dass sie, auch aus Sicherheitsgründen, nur noch im Innenbereich und damit von der Gruppe getrennt hätte gehalten werden können. Das hätte nach Darstellung des Zoos für das äußerst sozial lebende Gorilla-Weibchen eine unzumutbare Belastung dargestellt.

Quelle: hessenschau.de/Max Sprick


Zweijähriger Gorilla MOYO im Zoo Rostock trotz OP gestorben

Foto: Kerstin Genilke
Foto: Kerstin Genilke

Rostock (dpa/mv) - Der zweijährige Gorillajunge Moyo ist in der Nacht auf Montag nach einer Operation gestorben. Das im Zoo Rostock geborene Jungtier habe an schweren Darmwandveränderungen gelitten, teilte der Zoo am Dienstag mit. "Die Gorillagruppe konnte am Montag Abschied vom kleinen Moyo nehmen. Auch das Zooteam ist traurig und bestürzt über den Tod des kleinen fröhlichen Gorillajungen", sagte Zoodirektorin Antje Angeli.

Aufgefallen war die Erkrankung den Angaben zufolge bereits im März, als Moyo plötzlich das Essen verweigerte. Nach umfangreichen Untersuchungen wurde die Diagnose gestellt und Moyo in der vergangenen Woche in der Tierklinik Rostock am Darm operiert. Dem Zoo zufolge starb er trotz der Bemühungen aufgrund der Veränderungen im Darm und daraus folgenden Erkrankungen anderer Organe.

Durch weitere histologische Untersuchungen will man weitere Klarheit über den Verlauf der letztlich tödlichen Erkrankung bekommen. Nach Moyos Tod leben im Zoo Rostock noch acht Gorillas in zwei Gruppen. 
Text: dpa /  25.04.2022 


Jetzt als Buch oder E-Book erhältlich:

FRITZ, DER GORILLA

Als Jenny von Sperber Fritz zum ersten Mal begegnet, lässt der Gorilla sie nicht aus den Augen. Er ist damals schon über 50 Jahre alt, aber immer noch sehr charismatisch. Für die Journalistin ist klar: Sie will alles über das Leben von Fritz herausfinden. Geboren 1963, kam er 1966 als Wildfang von Kamerun nach Deutschland. Zu dieser Zeit waren Menschenaffen in Europa noch Seltenheiten, mussten mit Löffeln essen und bekamen Hammelfleisch zu Mittag. Als der Handel mit wilden Gorillas endlich verboten wurde, war Fritz schon mehrfacher Vater.

Diese faszinierende Gorilla-Familiensaga erzählt nicht nur das bewegte Leben von Fritz, sondern zeigt auch die Entwicklung in europäischen Zoos im Umgang mit Menschenaffen auf. Sicher ist heute vieles deutlich besser geworden. Doch es bleiben Fragen, zum Beispiel, was es mit uns Menschen macht, wenn wir unsere nächsten Verwandten hinter Glas bestaunen. Und: Ist es überhaupt noch zeitgemäß, Menschenaffen einzusperren?

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Warum haben Gorillas in der Natur häufig schwarze Zähne?

Das hängt mit ihrer Nahrungsaufnahme zusammen. Viele ihrer Pflanzen, die sie aufnehmen enthalten besonders viele Tannine, die die Zähne verfärben. Dieses Phänomen des Zähne Verfärbens kommt auch bei Menschen vor, die besonders viel Kaffee, Wein oder Tee trinken.

 

Die Tannine (von franz. tanin Gerbstoff) sind pflanzliche Gerbstoffe, die in einigen bedecktsamigen Stauden, Sträuchern und Baumblättern und anderen Pflanzenteilen besonders der Tropen und Subtropen weit verbreitet sind und von pflanzenfressenden Säugetieren aufgenommen werden. Diese Verbindungen haben eine molare Masse von 500–3000 g/mol. Als Monomer tritt häufig die Gallussäure auf.

Tannine gehören zu den so genannten quantitativen pflanzlichen Sekundärstoffen. Sie haben im Gegensatz zu qualitativen Wirkstoffen (Alkaloiden) ein weiteres Abwehrspektrum gegen Pflanzenfresser (Herbivore), da sie wahrscheinlich hauptsächlich die Verdauung beeinflussen, indem sie Proteine deaktivieren. (lt. WIKIPEDIA)


GASIRA und UZURI wechseln aus deutschen Zoos nach Belgien

Tschöö, „Gasira“. Unsere fast 12-jährige Flachland Gorilla-Dame lebt nun im Pairi Daiza Zoo in Brugelette, Belgien. Der Transport hier aus Köln am vergangenen Donnerstag ging reibungslos über die Bühne. Einer unserer Tierpfleger aus dem Urwaldhaus begleitete „Gasira“. Er war bis Sonntag dabei, um sie beim Einleben beobachten und den Tierpflegern dort Näheres zu ihren Vorlieben und Charaktereigenschaften weitergeben zu können. Der Pairi Daiza Zoo baut aktuell gemäß der Europäischen Erhaltungsprogramme (EEP) eine Zuchtgruppe auf, um durch Reservepopulation in Zoos den Schutz der vom Aussterben bedrohten Art zu unterstützen. „Gasira“ macht den Anfang zusammen mit „Uzuri“, einem Weibchen, das ebenfalls am Donnerstag aus dem Zoo Duisburg in den Pairi Daiza Zoo wechselte. Das Kennenlernen von „Gasira“ und „Uzuri“ verlief ruhig und entspannt, was uns sehr freut. Später soll ein Männchen die Gruppe verstärken. Alles Gute, „Gasira“! Auf dem Foto seht Ihr die beiden Damen auf ihrer neuen Anlage.

Text: Kölner Zoo / Foto: Zoo Duisburg / Februar 2022


Ältester männlicher Gorilla stirbt mit 61 Jahren

Der älteste männliche Gorilla der Welt ist tot: Der Menschenaffe mit dem Namen OZZIE starb im Alter von 61 Jahren, wie der Zoo Atlanta im US-Staat Georgia mitteilte.

"Unsere Herzen sind gebrochen, weil eine Legende von uns gegangen ist", twitterte der Zoo. Der Westliche Flachlandgorilla sei von seinen Pflegern leblos aufgefunden worden. Die Todesursache sei noch nicht bekannt. Er habe aber bereits in den vergangenen Tagen an Appetitlosigkeit und Schwellungen im Gesicht gelitten. OZZIE sei der drittälteste Gorilla der Welt gewesen.

(Text: t-online.) / Januar 2022 


Tötung oder Kastration - Geheime Dokumente offenbaren Pläne der europäischen Zoos

In europäischen Zoos und Tierparks leben dagegen so viele dieser Gorillas, dass es eng wird. Männliche Tiere werden ab einem bestimmten Alter oft getrennt von jüngeren und weiblichen Artgenossen gehalten. Zoobetreiber erwägen deshalb, männliche Flachlandgorillas zu töten, berichtet der »Guardian«. Das gehe aus bislang geheimen Dokumenten der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) hervor.

Kastration und Keulung – also das gezielte Töten – seien Optionen, um die Überpopulation in den Zoos zu reduzieren, heißt es in den Papieren des Verbands. Aktuell leben demnach 463 solcher Gorillas in den knapp 70 EAZA-Zoos, 212 davon seien männlich. »Aus biologischer Sicht« sei die Tötung das beste Mittel berichtet der Spiegel.

 

Bereits 2020 habe ich auf dieses Thema auf meiner Homepage unter dem Titel: "Wie sieht die Zukunft von Gorillas in europäischen Zoos aus? aufgegriffen. Meine Meinung ist, dass weder Tötung von Tieren noch Kastration einen Ausweg aus diesem Dilemma führen. Die Zoos sollten weniger züchten und es sollten mehr Gruppen mit nur männlichen Tieren zusammen geführt werden. Reine männliche Gorilla-Gruppen haben sich als durchaus attraktiv herausgestellt. Beispiele hierfür sind der Loro Parque/Spanien oder Schmiding/Österreich. Es kann nicht angehen, dass man in 14 von 15 deutschen Zoos "züchtet" aber keine Männergruppe existiert. Abgaben nach Asien sind nur bedingt gutzuheißen, da sie nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" hochgezogen werden.

Einen positiven Schritt macht der Krefelder Zoo mit seinem geplanten "Affenpark".

Im Bauabschnitt 1 wird ein multifunktionales Menschenaffenhaus gebaut, das aus zwei Abteilungen besteht, die jeweils mit einer großräumigen Außenanlage verbunden sind. Hier wird die neu aufzubauende Gruppe der Schimpansen leben, deren Gründertiere die beiden den Brand überlebenden Schimpansen Bally und Limbo sein werden. Desweiteren werden pubertäre männliche Gorillas, die aus der Zuchtgruppe entwöhnt wurden („Junggesellengruppe“) und eine mit den Gorillas zu vergesellschaftete Meerkatzen- oder Mangabenart hier gehalten. Die Kostenschätzung für Planung und Bau beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro, bei zeitigem Baubeginn 2022 könnte das Projekt 2023 abgeschlossen werden. Davon trägt der Zoo mindestens 5 Millionen aus eigenen Mitteln. (lt. Facebook-Eintrag vom 11.11.2021) 


Deutsche Gorillas ziehen nach Indien um

THABO und DEMBA, beide Gorillas im Allwetterzoo Münster geboren wechselten bereits im August 2021 in den Mysuru Zoo. Der Mysuru Zoo - SRI CHAMARAJENDRA ZOO ist der einzige Zoo Indiens, der Gorillas beherbergt. Die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und Gorilla European Endangered Species Programme (EEP) haben sich bereit erklärt, die Gorillas nach einer hartnäckigen und langwierigen Korrespondenz nach Indien zu vermitteln.

"Die Gehegeanlagen sind natürlich und wurden nach internationalen Standards entworfen, und wir haben uns auf den Komfort, die Sicherheit und die Hygiene der Primaten konzentriert", fügte ein Sprecher des Zoos hinzu.

18 Jahre lang lebte dort ein einzelner Gorilla namens POLO. Ein Wildfang, der von 1974 bis 1992 im Leipziger Zoo lebte. Eigentlich wollte der Zoo nach seinen Ableben ein Pärchen, nun sind jedoch die beiden jungen Herren nach Indien gekommen.


Nachwuchs im Krefelder Zoo

Krefeld Der vierte Sohn von Silberrücken Kidogo ist am Mittwochmorgen zur Welt gekommen. Mutter Muna hatte sich im vergangenen Oktober von ihrem Sohn Tambo (7) verabschiedet, der nach Thoiry umgesiedelt ist. Wie gut das Vertrauensverhältnis von Tierpflegern und der Gorilla-Familie im Krefelder Zoo ist, beweist ein Video, das die Geburt von Munas (32 Jahre) jüngsten Sohn zeigt. Der war am Mittwochmorgen zur Welt gekommen. Ein Name für ihn soll in den nächsten Tagen gefunden werden.

Nach Tambo (2013), Pepe (2015) und Boboto (2018) ist der kleine Mann der vierte Sohn von Silberrücken Kidogo (20) und der zweite Nachwuchs für Muna. Sie und ihr Baby sind wohlauf. Die Gorillagruppe nehme ihren Neuzugang nach den ersten Stunden und Tagen sehr gut auf. Besonders der sechsjährige Pepe interessiere sich für sein Halbgeschwisterchen.

Munas erster Sohn Tambo war im vergangenen Oktober in den französischen Zoo Thoiry umgesiedelt, wo der Achtjährige in einer Junggesellen-Gruppe nun lebt. Das war wegen seiner beginnenden Geschlechtsreife nötig. Wenige Tage später hatten Besucher zufälligerweise einen Deckakt von Kidogo und Muna beobachtet und ein Video davon auf Facebook eingestellt.  Die Tragezeit der westlichen Gorilla-Weibchen beträgt 257 Tage. Pünktlich, neun Monate später, kam ihr neuer Nachwuchs zur Welt.


20 Jahre PONGOLAND im Leipziger Zoo

Leider sind nur wenige Zoos bereit, ihre Anlagen auf ähnliche Weise zu verbessern. Allen voran der Tiergarten Nürnberg, der nach dem Tod von FRITZ, LENA und BIANKA lediglich seinem alten Affenhaus einen Neuanstrich gönnte. Immerhin haben mittlerweile alle Zoos, die Gorillas halten ein Außengehege. In Leipzig können sich die Gorillas sogar auf dieser verstecken vor neugierigen Besuchern. Auch hier ist der Tiergarten Nürnberg zu bemängeln. Statt Rückzugsmöglichkeiten präsentiert der Tiergarten "seine" Gorillas auf einem neuen Klettergerüst. Ähnlich wie der Berliner Zoo. Aber immerhin erwägt man jetzt in Berlin, das Affenhaus neu zu gestalten. Hoffentlich wird es keine Beton-Bunker wie in Stuttgart, sondern orientiert sich mehr ans PONGOLAND oder DARWINEUM im Rostocker Zoo. Zudem dürfen wir gespannt sein, wann es in Deutschland die erste Haltung von rein männlichen Tieren gibt. Bisher sind alle deutschen Zoos auf die Zucht von Gorillas ausgelegt. Einzig allein der Saarbrückener Zoo ist davon ausgenommen. Die Gründe sind jedoch nicht im Wollen, deren "Silberrücken IVO" kann keine Kinder zeugen. 

Foto und Text: Heike Arranz Rodriguez 


Nachwuchs im Berliner Zoo ist ein Mädchen und heißt TILLA


Nachwuchs im Berliner Zoo - BIBI bekommt ihr erstes Baby

In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 2021 kam der kleine Gorilla zur Welt. Die Mutter und ihr Nachwuchs sind laut Zoodirektor Andreas Knierim wohlauf.

Nach einer Tragzeit von etwa 8,5 Monaten ist im Zoo Berlin in der Nacht zum 15. Februar ein kleiner Gorilla geboren worden. Es ist das erste Mal in 16 Jahren im Berliner Zoo. „Wir sind wirklich erleichtert, dass der Nachwuchs einen fitten Eindruck macht und sich die Gorilla-Mutter fürsorglich um ihr Jungtier kümmert“, so der Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. 

In der sensiblen Anfangszeit werden nun ausschließlich die Tierpfleger um Revierleiter Christian Aust das Affenhaus betreten. Für Besucher ist das Tierhaus in Zusammenhang mit den Corona-Verordnungen ohnehin geschlossen. „Ruhe und Zurückhaltung sind nun oberstes Gebot“, sagte Knierim weiter. 

Sowohl für die Gorilladame als auch für den Silberrücken Sango (16 Jahre) ist es der erste Nachwuchs. „In den ersten Monaten ist das Jungtier auf die Versorgung durch seine Mutter angewiesen. Gesäugt wird es die ersten vier bis fünf Lebensjahre. Kleine Gorillas können sich von Beginn an am Fell der Mutter festhalten und werden von ihr überall hin mitgetragen, zunächst am Bauch und später auf dem Rücken“, erklärt Zoo-Tierarzt Dr. André Schüle.

Da sich weder Tierpfleger noch Tierärzte dem Nachwuchs nähern, wird kein Geburtsgewicht ermittelt werden. In der Regel wiegen Gorillas bei ihrer Geburt etwa zwei Kilogramm. „Wir konnten erfreulicherweise schon beobachten, wie das Jungtier bei seiner Mutter getrunken hat“, ergänzt Schüle. Das Geschlecht des Jungtiers ist noch nicht bekannt. Auch ein Name steht noch nicht fest. 

(Quelle Text: Berliner Zeitung) 


CHER engagiert sich für BUA NOI

Auf meiner Facebook-Seite habe ich schon öfters über BUA NOI berichtet. Die Gorilladame lebt seit dem Ableben ihres Partners BWANA 2007 alleine in einem Gitterkäfig im obersten Stockwerk eines Einkaufszentrums in Bangkok.  

 

Seit Anfang Dezember 2020 engagiert sich nun Sängerin und Oscar-Preisträgerin CHER für einen Umzug der Gorilladame. So schrieb sie einen eindringlichen Brief an das Thailändische Ministerium, die Tiere in diesem schrecklichen Zoo nicht zu vergessen. Der Minister für Umweltfragen wies die Behauptung zurück, dass die Tiere im "PATA Zoo" ignoriert werden. Man wäre an einer Verbesserung der Tier-Haltung interessiert. 

In einem Interview wies der Zoobesitzer Kanit Sermsirimongkol alle Vorwürfe zurück. Alle Tiere in seinem Zoo wären gut versorgt. CHER twitterte daraufhin, dass sie dem geldgierigen Zoobesitzer wünsche, selbst dort eingesperrt zu sein. Das CHER sehr hartnäckig sein kann, hat sie vor kurzem mit ihrem Engagement für einen allein lebenden Elefanten schon bewiesen. 

 

Hoffentlich nimmt der Druck auf das Ministerium und den Betreiber des Zoos zu. Jeder Gorilla auf dieser Welt hat es verdient Gras unter den Füßen zu spüren und den Himmel über sich. 


Nachwuchs im Frankfurter Zoo

Der kleine ARCO wurde am 7. September 2020 geboren. Er ist das vierte Jungtier der 16-jährigen SHIRA, die eine routinierte und entspannte Mutter ist. Vater ist Silberrücken VIATU (geboren 1998 im Zoo Basel/Schweiz).

„Über die Nachricht, dass in unserem Zoo ein Gorilla-Jungtier zur Welt gekommen ist, habe ich mich gerade in diesen Zeiten sehr gefreut. Es ist wirklich schade, dass man den kleinen ARCO zurzeit wegen der Corona-Pandemie nicht besuchen kann“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Gorilla-Jungtiere haben eine vergleichsweise lange Kindheit und Jugend. Männliche Tiere verlassen erst mit etwa acht bis neun Jahren die Gruppe. Ich bin daher absolut zuversichtlich, dass wir ARCO aufwachsen sehen können.“

Die ersten Monate verbringen Gorilla-Jungtiere ganz nah bei ihrer Mutter, lange werden sie eng am Körper getragen. Mit etwa acht Wochen kann ARCO bereits auf dem Rücken seiner Mutter reiten und hat dadurch einen guten Überblick über sein Gehege und die Artgenossen. „ARCO ist aufmerksam und munter, interessiert sich für die anderen Gruppenmitglieder und schaut sie aufmerksam an. Wer sich ihm nähern darf, wird aber noch von Mutter SHIRA bestimmt, die ihren Nachwuchs beschützt und die neugierige Verwandtschaft auch mal auf Abstand hält“, erzählt Zoodirektor Dr. Miguel Casares.

Gorilla-Jungtiere werden drei bis vier Jahre lang von ihrer Mutter gesäugt. Nach etwa sechs Monaten beginnen sie, auch pflanzliche Nahrung zu fressen. Gorillas ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Knospen.

Auffällig an ARCO sind seine langen Augenbrauen, die ihm einen freundlichen Gesichtsausdruck verleihen. Die gleichen Augenbrauen hat auch seine große Schwester WELA (geboren 2016).

Westliche Flachlandgorillas leben in kleinen Haremsgruppen von bis zu 20 Tieren. Ein dominantes Männchen führt die Gruppe an, in der neben einigen Weibchen auch Jungtiere verschiedener Altersgruppen zu finden sind. „Wir hoffen, dass ARCO eines Tages seinen eigenen Beitrag zum Erhalt dieser hochbedrohten Tierart leisten kann, zumal der Frankfurter Zoo das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die Westlichen Flachlandgorillas führt“, so Casares.

Foto/Text/Video: Homepage des Zoo Frankfurt


Tierpflegerin im Madrider Zoo wird von einem Gorilla-Silberrücken schwer verletzt

Eine 46-jährige Tierpflegerin wurde am Sonntag, den 27. September 2020 von einem 220 kg  schweren Gorilla-Silberrücken im Madrider Zoo attackiert.  

Die erfahrene Tierpflegerin traf bei Routinearbeiten im Innengehege auf den 29-jährigen MALABO. Scheinbar habe sie vergessen eine Tür zu schließen. 

Kollegen betraten die Anlage und schritten mit Ablassen von Feuerlöschern ein. Danach konnte MALABO mit einem Beruhigungspfeil betäubt werden. 

Eine Sprecherin des Zoos, María José Luis, sagte der Nachrichtenagentur EFE, der Gorilla habe sich auf die Tierpflegerin gestürzt, nachdem er sie bei der Vorbereitung des Frühstücks überraschte. 

"Er hat sie geschüttelt, aber ohne all die enorme Kraft zu nutzen, die er mit seinen 200 Kilo Gewicht hat", sagte Luis. Die Tierpflegerin wurde mit schweren Kopfverletzungen und offenen Brüchen am Torso und beiden Armen ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei ernst. 

In der Erklärung des Zoos heißt es, die Mitarbeiterin habe "einen begrenzten Bereich mit Dreifachtüren" betreten, um die Frühstücksroutine, die Reinigung und die Vorbereitung der Einrichtungen durchzuführen. Die Gründe, warum das Tier Zugang zum "Tatort" hatte, werden selbstverständlich untersucht. 


Emotionaler PETA-Spot

Allein in Deutschland gibt es ca. 100 Gorillas in Zoos. Auswildern geht nicht. - Schon allein deshalb, weil kein geeigneter Lebensraum in der Natur vorhanden ist.

Aber dennoch berührt mich dieser Werbespot sehr, denn alle Menschenaffen in den Zoos sind täglich "uns Menschen ausgeliefert". Da wird wie wild gegen die Scheiben geklopft, gerufen werden nicht nur "uga uga-Laute" sondern Ausdrücke, die jenseits von Gut und Böse sind. Es wird mit Blitz fotografiert. Die beliebtesten Tiere für Selfies im Zoo sind die Menschenaffen. Es werden "Küsschen an der Scheibe verteilt" oder man zeigt auch schon mal seine Brust den Tieren. Die Toleranz der Menschenaffen ist nicht unendlich. Sie werfen mit allem was sie in die Hand bekommen oder springen an die Scheiben. Viele sind aber auch abgestumpft und schauen die Besucher "stoisch" an und das nicht nur minutenlang, sondern ständig in der gleichen Position. 
Angeblich haben die Menschenaffen in der Corona-Krise die Zoobesucher vermisst! Sicherlich ist da etwas Wahres dran, denn die Zoogänger sind das beste und günstigste Mittel um die Langeweile der Tiere zu unterbrechen. 

Statt utopische Ziele wie "Freiheit" zu propagandieren müssen realistische Modelle erstellt werden. Zum Beispiel ausreichend große Innengehege auf denen die Tiere sich zurückziehen können. Das Beschäftigungsprogramm muss weiterhin ausgebaut werden. 

Den Zoobesuchern muss seitens der Zoos vermittelt werden, dass sie "nur Gast" im Leben eines Zootieres sind und nicht deren Mittelpunkt.  

Gorillas im Zoo müssen sich wie Gorillas verhalten und nicht wie die Affen, die davor stehen! Nur dann sind sie Botschafter für ihre Artgenossen in der Natur. 


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