Nach neun Jahren heißt es Abschied nehmen. In der letzten Woche hat unsere Gorilla-Dame Makeba den Allwetterzoo verlassen und sich auf den Weg in ihr neues Zuhause gemacht.
Mittlerweile ist sie gut im Diergaarde Blijdorp / Rotterdam Zoo angekommen. Dort trifft sie nicht auf eine alteingesessene Gruppe – die drei Gorillas sind erst einen Tag vor Makeba dort
angekommen. So können die Gorillas zusammen die neue Anlage in Rotterdam erkunden und kennenlernen.
Eine vertraute Tierpflegerin hat Makeba auf der Reise begleitet und bleibt in der ersten Zeit an ihrer Seite. So hat Makeba eine bekannte Bezugsperson, die ihr Sicherheit gibt und
gleichzeitig den Aufbau der neuen Beziehungen im Zoo unterstützt.
Der Umzug ist Teil des natürlichen Lebenswegs von Gorillas: Die Weibchen verlassen ihre Geburtsgruppe, wenn sie geschlechtsreif werden, um eigene soziale Strukturen aufzubauen.
Der Abzug der Gorillas aus Blijdorp hatte zunächst mehrere Ursachen. Gorillamann Bokito starb, die Tiere passten nicht mehr in eine erneuerte Vision des Zoos. Außerdem muss die monumentale Riviera-Halle umgebaut werden. Der Aufenthalt der Gorillas befindet sich in und um diese Halle.
Deshalb müssen die Tiere ihr derzeitiges Gehege verlassen. Die letzten Gorillas sind die erwachsenen Weibchen Aya und Ayba sowie der junge Mann Ajabu. Sie ziehen demnächst von Rotterdam in den Zoo Frankfurt. Laut dem Zoo ist dies vor allem für Ajabu wichtig. Dort kann er mit Altersgenossen und einem erwachsenen Männchen zusammenleben, was seiner Entwicklung zugutekommen würde.
In Frankfurt wird versucht, die Gruppe aus Rotterdam einer bestehenden Familie hinzuzufügen. Diese Gruppe besteht aus einem Silberrücken, mehreren Weibchen und einem jungen Männchen. Der Transport und die erste Eingewöhnungsphase werden von einer festen Tierpflegerin aus Blijdorp begleitet. So soll die Integration reibungslos verlaufen.
DIMA und BENNO sind ca. 1960 in Afrika geboren und lebten im Dresdner Zoo. BENNO wechselte nach dem Tod von DIMA (1993) und mit Aussicht auf ein vielfach größeres Gehege, 1995 nach Mexiko. Aus Gründen der tierschutzgerechten Haltung musste Gorilla Benno sein viel zu kleines Gehege im Dresdner Zoo verlassen und per Flugzeug nach Mexiko auswandern, genauer gesagt nach Zentralmexiko in den Zoo von Leon. Dort erwartete ihn eine neu erbaute Anlage, die mit 1 800 Quadratmetern Fläche rund 16 mal größer als sein altes Areal war. Schon damals, bei seinem Abschied, war die Anteilnahme der Dresdner riesig, denn in den über 30 Jahren, die er in der Hauptstadt geweilt hatte, war er für viele eine Art Zoo-Symbol geworden. lt. SZ)
Eigentlich sollte er dort einmal auf weitere Gorillas stoßen, was sich leider nicht erfüllte. Am 14. April 2004 starb er an einer Lungenentzündung mit Nierenversagen. Der "Zoo Parc de Leon" in Mexiko hat seitdem keine Gorillas mehr im Bestand.
Vielen Dank an Uwe Wittig, der mich an BENNO erinnert hat.
ANANDI hat den Erlebniszoo Hannover am 20. Januar 2026 verlassen und wird im Zoo Park de Beauval in Frankreich in eine Gruppe integriert.
Ein wunderbarer Mensch hat diese Welt leise verlassen. Möge ihr Wirken noch lange in unseren Herzen sein. Mögen die Kinder unserer Zeit ihr Lebenswerk fortführen.

In tiefer Trauer müssen wir heute, am 1. Oktober 2025, mitteilen, dass Dr. Jane Goodall, DBE, UN-Friedensbotschafterin und Gründerin des Jane Goodall Institute, eines natürlichen Todes verstorben ist.
Sie hielt sich im Rahmen ihrer Vortragstour durch die Vereinigten Staaten in Kalifornien auf.
Das Leben und die Arbeit von Dr. Jane Goodall haben nicht nur unser Verständnis von Schimpansen und anderen Arten, sondern auch von der Menschheit und der Umwelt, die wir alle teilen, unauslöschlich geprägt. Sie weckte in unzähligen Menschen auf der ganzen Welt Neugier, Hoffnung und Mitgefühl und ebnete den Weg für viele andere - insbesondere für junge Menschen, die ihr Hoffnung für die Zukunft gaben.
>>> Text: Jane Goodall Institut Deutschland
12 Paviane wurden im Tiergarten Nürnberg erschossen! - Was Zoo-Chef Encke als „gesellschaftstauglich“ bezeichnet, ist in Wahrheit ein gefährlicher Präzedenzfall. Andere Zoos wie in Wuppertal oder Rheine stimmen bereits öffentlich zu – sogar Tötungen von Menschenaffen werden in Erwägung gezogen. Selbst ein Aufschrei in den Medien half nicht, die Paviane zu retten. Nicht nur Tierschützer Robert Marc Lehmann befürchtet nun, dass dies kein Einzelfall bleibt. Auch ich denke, das dass alles geplant ist.
Über 100 Strafanzeigen gegen den Nürnberger Tiergarten wurden eingereicht. Davon werden wenige aussichtsreich vor Gericht landen. Morddrohungen gegen Dag Encke häuften sich in den sozialen Medien. Genau das spielt in die Karten des Zoos. Schon seit Jahren planen Zoos der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) auch männliche junge Gorillas zu töten. Der Tiergarten Nürnberg und sein Direktor schlüpfen in in den Medien in die "Opferrolle". Es ist zu befürchten, dass dies alles ins Kalkül der Zoos spielt. Sollte ein Gericht das Töten der Paviane als "rechtsmäßig" erachten, so ist das die "grüne Welle" für alle Zoos in der EAZA auch Menschenaffen zu töten.

Gorilla Fatou schreibt Geschichte: Die Seniorin feiert heute ihren 68. Geburtstag. Fatou, die bereits 1959 in den Zoo Berlin kam, ist nicht nur das älteste Tier des Zoos, sondern auch weltweit der älteste Gorilla in menschlicher Obhut.
Die Verleihung des Guinness-World-Records-Zertifikats unterstreicht ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte. Sie ist ein lebendes Symbol für den unermüdlichen Einsatz für den Artenschutz und steht stellvertretend für ihre Artgenossen im natürlichen Lebensraum. Die westlichen Flachlandgorillas sind stark vom Aussterben bedroht – durch Lebensraumzerstörung, Wilderei und den Abbau von Bodenschätzen. Wir wünschen Alles Liebe zum Ehrentag und hoffen, noch viele weitere Geburtstage mit ihr feiern dürfen.
Gorillas zeigen viele Verhaltensweisen. Sie lachen, rülpsen und umarmen sich herzlich. Aber wussten Sie, dass Gorillas AUCH Geräusche von sich geben, die wir gerne als "Singen" bezeichnen?
Gorillas "Gesang" ist eine Lautäußerung, die sie machen, während sie ein besonders schmackhaftes Essen essen.

Neue Fotos von dem kleinen ZZ, unserem widerstandsfähigen verwaisten Gorilla im Tchimpounga-Schutzgebiet, sind hier, um deinen Tag zu erhellen!
ZZ gedeiht dank der fachkundigen rund-um-die-Uhr-Betreuung ihrer engagierten Pflegekräfte. Ihr verspielter Geist und ihre neugierige Natur erinnern uns daran, warum wir so hart daran arbeiten, die unglaubliche Spezies zu schützen, die Tchimpounga Zuhause nennen, einschließlich ZZ, 158 gerettete Schimpansen und andere
Jeder Tag in Tchimpounga ist ein Schritt in Richtung Genesung, Widerstandsfähigkeit und eine bessere Zukunft für ZZ und Wildtiere in Not wie sie. Vielen Dank, dass Sie uns unterstützen, um dies zu ermöglichen.
Fotos: Fernando Turmo
Text: Jane Goodall Institut via Facebook
* Das Jane Goodall Institut befürwortet keinen Umgang mit oder unmittelbaren Nähe zu Wildtieren. Dies stellt einen Schutzkontext mit ausgebildeten Fachkräften dar. *
Im Dezember entdeckte man ein Gorilla-Baby im Frachtraum einer Airline. Zeytin war in einer Holzkiste eingesperrt und sollte vermutlich von Nigeria nach Thailand geschmuggelt werden.
Der fünf Monate alte Gorilla wurde letzten Monat auf einem Turkish Airlines-Flug von Nigeria nach Thailand auf dem Weg nach Istanbul in einer Kiste entdeckt. Zollbeamten retteten den Menschenaffen aus dem Frachtraum. Inzwischen erholt er sich in einem Istanbuler Zoo von seiner anstrengenden Reise.
Inzwischen hat der Kleine auch einen Namen. Er heißt Zeytin, das türkische Wort für Olive und lebt derzeit im Polonezkoy Zoo. Dort wird er liebevoll aufgepäppelt. Als er dort ankam, soll er schwach und kränklich gewesen sein. In den Wochen seit seinem Auffinden hat Zeytin hingegen deutlich an Gewicht zugelegt und entwickelt sich prächtig.
„Als er zu uns kam, war er sehr scheu und blieb dort, wo wir ihn zurückließen“, sagt Tierärztin Gulfem Esmen. „Jetzt hat er diese Scheu nicht mehr. Er kümmert sich nicht einmal besonders um uns. Er spielt mit sich selbst.“ Auch wenn Zeytin gute Fortschritte macht, im Zoo kann er nicht bleiben und soll in naher Zukunft ausgewildert werden. „Natürlich wünschen wir uns, dass das Gorillababy sein Leben in seiner Heimat fortsetzt“, sagt Fahrettin Ulu, Regionaldirektor der Istanbuler Naturschutz- und Nationalparks, gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian. Wichtig dafür sei jedoch eine absolut sichere Umgebung.
Denn Gorillas, die die abgelegenen Wälder und Berge Zentralafrikas bevölkern, werden von der International Union for Conservation of Nature als gefährdet eingestuft und stehen auf der Roten Liste.
Von: Sandra Barbara Furtner
Auge in Auge mit Gorilla-Dame Undi
Es war kein ganz alltäglicher Job, den Philipp Nikolai und Laura Wiedemann da vor sich hatten: ein Hausbesuch bei Gorilla-Dame Undi. Sie ist stolze 54 Jahre alt und wohnt in der Wilhelma. Sie röchelt ein wenig und hat seit einiger Zeit einen Nasenausfluss, wenn sie trinkt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, sind der Kardiologe und die Radiologin aus dem Robert Bosch Krankenhaus (RBK) schon frühmorgens in der Wilhelma. Während Undi narkotisiert und weich gebettet auf Stroh liegt, checken die beiden Humanmediziner mittels Ultraschall Herz und Nieren des Menschenaffen.
Die Kooperation zwischen dem RBK und der Wilhelma besteht bereits seit vielen Jahren. Weil die Anatomie eines Menschenaffen der des Menschen sehr ähnelt, unterstützen Ärztinnen und Ärzte des RBK in ihrer Freizeit ehrenamtlich die Tiermediziner der Wilhelma bei den Untersuchungen von Gorillas und Bonobos.
Philipp Nikolai diagnostiziert eine leichte, aber unbedenkliche Herzschwäche – nicht untypisch in Undis Alter. Veterinär Tobias Knauf-Witzens findet schließlich eine kleine Fistel in Undis Mund, mutmaßlich die Ursache für den Nasenausfluss. Ein Papilloma-Virus ist vermutlich Auslöser für das Röcheln – dennoch kein Grund zur Besorgnis.
Dann hat Undi es schon geschafft. In eine warme Decke gekuschelt darf sie langsam aufwachen und bekommt – noch ein wenig wackelig auf den Beinen – einen gut gefüllten Eimer mit ihrem Lieblingsgemüse.
Wir wünschen Undi weiterhin eine gute Gesundheit und sagen DANKE an Philipp Nikolai und Laura Wiedemann für ihr ehrenamtliches Engagement und an die Wilhelma für die gute Zusammenarbeit!
Christiane Pötter
Nachkommen von MATZE (legendärer ehemaliger Silberrücken im Frankfurter Zoo, er verstarb 2008) durchstreifen die Wälder Afrikas. MAYOMBE wurde in einem Französischen Zoo geboren und im Rahmen der Aspinall Foundation ausgewildert (so weit das geht). 2021 gebar sie bereits in Afrika die kleine TAALI. MAYOMBE's Mutter ist INGE, eine Tochter von MATZE und DORETTE.
Wer sich für ihre Auswilderung interessiert kann sich bei der Aspinall Foundation durchlesen.
Foto zeigt MAYOMBE mit TAALI.
Jabari (Nachwuchs im Zoo Schmiding/Österreich) bekommt gerade seinen ersten Zähnchen, kein Wunder dass er an allem was er zwischen die Finger bekommt herum kaut einschließlich seiner eigenen Finger .
Ein entzückender Moment in der Entwicklung des Gorillababys .
Affen kommen genau wie wir Menschen ohne Zähne auf die Welt. Im Alter von 4-6 Monaten wachsen ihnen die ersten Milchzähne. Alle Säugetiere, die anfangs Muttermilch trinken und danach irgendwann auf feste Nahrung umsteigen, haben zunächst Milchzähne. Diese fallen nach einiger Zeit aus. Erst dann kommen die sogenannten bleibenden Zähne. Der Zeitpunkt ist aber bei jeder Affenart ein anderer. Bei Gorillas liegt dieser Zeitpunkt zwischen 3-7 Jahren in dem ein langsamer Zahnwechsel ähnlich wie beim Menschen stattfindet. Affen haben übrigens wie wir Menschen 20 Milchzähne und 32 bleibende Zähne.
(Text: Zoo Schmiding via Facebook)
Natürlich ist das Gebiss eines Gorillas an ihre Nahrung angepasst. Nur männliche Tiere haben hervorstehende Eckzähne sowohl unten wie oben. Sie dienen aber meistens zur Schaustellung. Nur in seltenen Fällen können sie damit ernsthafte Verletzungen ihrem Gegenüber zufügen.
PELU und MASANI im Stuttgarter Zoo wurden kastriert.
Wie die Zukunft aussieht für die kastrierten Schwarzrücken sind sich die Zoos nicht im Klaren. Ganz zu schweigen davon, wie sich eine Kastration psychisch und zum Teil auch physisch auf einen Schwarzrücken auswirkt. Auch in anderen europäischen Zoos wurden bereits mehrere männliche Gorilla-Jungen kastriert. Wie will man das stemmen in sagen wir einmal 20 Jahren? Die kastrierten Gorillas können nie eine Gruppe anführen und wohin mit den kastrierten ausgewachsenen Schwarzrücken? Man hat gute Erfahrungen mit sogenannten "Bachelor-Gruppen" (da wurden ausgewachsene Silberrücken zusammengefasst) gemacht. Wieso führt man dies nicht fort? Was passiert jetzt mit Gorilla THOMAS (Silberrücken in Nürnberg) und KIBO (Silberrücken in Stuttgart)? Führt man an ihnen auch eine Vasektomie durch? Wie verhindert man Nachwuchs in Stuttgart und Nürnberg zukünftig? Alles wurde nicht zu Ende gedacht und findet auf den Rücken der Tiere statt. Ich persönlich sehe die Kastration von Gorillas ähnlich wie im 3. Reich an "schwulen" Männern. Diese Männer litten und leiden ein Leben lang. Schließlich sind es Menschenaffen!
Abschied von Gorilla Gorgo
In der Natur stehen Menschenaffen kurz vor der Ausrottung, so auch der Westliche Flachlandgorilla. Über Jahrzehnte haben Zoos für Menschenaffen sichere Reservepopulationen aufgebaut, zahlreiche Arten- und Naturschutzprojekte unterstützt sowie Bildungs- und Forschungsarbeit geleistet.
Der im Zoo Rostock lebende Gorilla Gorgo konnte mit 13 Nachkommen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine stabile Reservepopulation in menschlicher Obhut aufzubauen. Altersbedingte Leiden sorgten nun dafür, dass sich der Gesundheitszustand des hochbetagten Gorillas verschlechterte. Gemeinsam mit zwei Vertreterinnen des Veterinäramts, dem behandelnden Tierarzt, der Zoodirektorin, der Tierschutzbeauftragten der Universität Rostock, der Tierpflege-Leitung, der Säugetierkuratorin sowie einer für Gorgo zuständigen Tierpflegerin wurde eine Ethikkommission einberufen. Nach eingehender Prüfung und Auswertung des Gesundheitszustands entschied die Kommission einstimmig, Gorgo von seinem Leiden zu erlösen.
„Die Ethikkommission überwachte Gorgo sorgfältig und wertete die klinischen Befunde aus. Anhand dessen wurde ersichtlich, dass sich sein Zustand leider nicht mehr verbessern wird. Es ist eine Entscheidung zum Wohle des Gorillas getroffen worden. Gorgo war ein besonderes Tier, das nicht nur bei uns im Zoo, sondern auch bei unseren vielen Besucherinnen und Besuchern einen tiefen Eindruck hinterlassen hat", so die Direktorin und Geschäftsführerin des Rostocker Zoos, Antje Angeli.
Im Sinne des Tieres wurde ein geeigneter Zeitpunkt gewählt und Gorgo heute in den frühen Morgenstunden erlöst. Er erreichte ein Alter von 43 Jahren. In der Natur haben Gorillas eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 35 bis 40 Jahren.
Auf Social Media boomt der illegale Tierhandel mit Gorilla-Babies. Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen sterben pro Jahr über 400 Gorillas in Folge des illegalen Handels. Die bereits bedrohte Tierart droht weiter auszusterben. Wer sind die Händler und wie ist der Handel von Zentralafrika bis an das andere Ende der Welt organisiert?
Ein Gorillajunges, etwa ein Jahr alt, kauert verängstigt in einem kleinen Käfig aus Brettern. Das Foto treibt einem die Tränen in die Augen. Und das ist noch nicht das Schlimmste von denen, die seit Mittwochnachmittag zu uns kommen...
Seit Mittwoch (den 21. August 2024) steht in Kamerun das Leben dieses Gorillababys auf dem Spiel – und wir vom Prager Zoo spielen eine gewisse Rolle dabei.
Am Mittwoch bot einer der Einwohner der ostkamerunischen Stadt Lomié diesen kleinen Gorilla einem Mitarbeiter unseres Projekts Wandering Bus an. Ich kann noch keine Namen oder andere Details preisgeben, aber die betreffende Person soll sie im Wald gefunden haben. Er erwartete dann, dass unser Arbeiter dafür gut bezahlt wird. Er irrte sich. Das Jungtier wurde sofort von den Naturschutzbehörden beschlagnahmt.
Leider macht es keinen Sinn, zu versuchen, dieses Baby wieder in die Wildnis zurückzubringen. Abgesehen von der völligen Unübersichtlichkeit des Geländes, dem Fehlen professioneller Kapazitäten und der Gefahr durch Wilderer ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mutter des Babys nicht mehr lebt... Die Geschichte seiner zufälligen Entdeckung ist für jemanden, der mit den örtlichen Bedingungen vertraut ist, schwer zu glauben.
Es gibt also nur eine Möglichkeit, und das ist ein Rettungszentrum für Primaten. Seit gestern Abend befindet sich das Gorilla-Jungtier bereits in einem von ihnen. Soweit wir wissen, frisst er und hat nur leichte Verletzungen im Taillenbereich, was in ähnlichen Fällen üblich ist. Vielleicht könnte es also in Ordnung sein.
Natürlich werde ich euch auch weiterhin über die Geschichte "unseres" Gorillas von Lomié informieren. Erwarten Sie trotz aller Bemühungen vieler Menschen jedoch kein bedingungsloses Happy End. Wenn alles gut geht (und das ist alles andere als sicher), wird er wahrscheinlich sein ganzes Leben in einer Rettungsstation verbringen. Eine spätere Rückführung von Gorillas aus Auffangstationen in die Wildnis ist praktisch unmöglich und ein Export aus Afrika in Zoos auf anderen Kontinenten ist aus mehreren Gründen ausgeschlossen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Unterbringung des gewilderten Jungtiers in einem Auffangzentrum die bestmögliche Lösung ist und dass die Verantwortung für sein Schicksal bei dem Wilderer liegt, der ihn seiner Freiheit und wahrscheinlich auch seiner Mutter beraubt hat...
Ich schaue mir das Foto eines verwaisten Gorillas an... Es bedeutet, zu weinen – und gleichzeitig wütend zu sein.
Jane Goodall und ihrem Institut kann man nicht genug danken.
Der Handel von wilden Primaten in Afrika blüht noch immer. Asiatische Zoos und private Halter kaufen noch immer Gorillas an. Ende Juni wurde ein Gorillababy einem Drogenhändler abgeluchst. Die Kleine sollte nach Asien "verkauft" werden. Die kleine ZZ (so wurde die Kleine getauft) wird mindestens zwei Jahre lang in der Obhut des Jane Goodall Institut-Teams in Tchimpounga bleiben, bis sie bereit ist, in ein Gorilla-Schutzgebiet gebracht zu werden.
WIR HABEN GROSSARTIGE NEUIGKEITEN: GORILLABABY GEBOREN
Wir freuen uns über die Geburt eines Gorillababys . Es ist das erste jemals in Österreich geborene Gorillababy. Eine riesige Freude, aber mit schwierigem Start ins Leben: Die erstgebärende Gorillamutter Kibibi war durch die Geburt so geschwächt, dass sie nach einigen Stunden die Betreuung des Babys aufgab und es schreiend neben sich liegen ließ. Das Zooteam griff ein und übernahm vorübergehend die Betreuung des Kleinen. Als sich Mutter Kibibi erholt hatte konnte ihr das Baby erfolgreich zurückgegeben werde. Mama und Baby sind nun wieder vereint .
Die nächsten Tage werden Mutter und Baby noch im für Besucher nicht einsehbaren Bereich des Gorillahauses verbringen. Wir planen die beiden in einigen Tagen mit dem Rest der Gruppe in der Innenanlage zu vergesellschaften, dann werden sie erstmals für Besucher sichtbar sein.
Text: Zoo Schmiding via facebook am 15.07.2024
Foto: Peter Sterns

Letzte Woche (am 11. Mai 2024) fand der dritte Besuch der weltberühmten Primatologin und Umweltschützerin Jane Goodall im Prager Zoo statt. Das öffentliche Interesse war enorm und Jane zeigte bereits in ihren neunziger Jahren unglaubliches Charisma, Unermüdlichkeit und Sinn für Humor. Ich bin wohl noch lange nicht allein, der noch voller Eindrücke ist.
Jane`s Vortrag, für die wir die große Aula der CZU gemietet haben (aber es war nicht genug), war ein phänomenaler Erfolg. Ich habe mich gefreut, als Jane unser Wandering Bus-Projekt während dieses Jahres lobte und als sie über Zoos sprach, während sie Fragen beantwortet hat. In ihrer Antwort erinnerte sie sich daran, dass sie in der Prager Zoouniform Vorlesungen hielt, und beendete es mit diesen Worten: „Gute Zoos haben auch Rettungszucht, sie denken an die Zukunft der Tiere, sie halten einige Arten am Leben. Und nicht nur, dass sie die Öffentlichkeit aufklären, wenn sie die richtigen Informationen haben, sie verwenden einen Teil des Geldes auch, um Tiere in freier Wildbahn zu schützen. So die Zoos machen einen tollen Job. Und ihr in Prag habt großes Glück einen der guten Zoos hier zu haben. „
Natürlich kann ich nicht anders, als mich an unseren gemeinsamen Tanz auf der Aula-Bühne erinnern. Dies kam, nachdem ich mich für den Zoo Prag beworben habe, um Tschechien bei ihrem Roots and Shootings Programm zu helfen, das die Öffentlichkeit in den Naturschutz
Ein weiteres Programm mit Jane fand in unserer Dja Reservation statt. Sie taufte und signierte die tschechische Übersetzung ihres Buches Pangolina (anstelle der geplanten zwanzig Minuten verbrachte sie mehr als anderthalb Stunden mit Signieren) und dann wurde der Name des jüngsten Gorillajungen enthüllt. Jane sagte bei der Gelegenheit:
"Ich wählte den Namen Gaia für das kleine Gorillaweibchen und das aus zwei Gründen. Der erste Grund ist seine Bedeutung, denn Gaia ist eine griechische Erdgöttin, manchmal sogar der Planet Erde selbst. Gorillas und wir sind Teil des Lebens auf diesem Planeten, und wir müssen alles tun, damit es so bleibt. Der zweite Grund ist Gaia, eine Schimpanse, die in Gombe lebt, wo wir seit 63 Jahren Schimpansen studieren. ... ) Und ich möchte sagen, dass ich wirklich froh und froh bin, wieder im Prager Zoo zu sein und diesen neuen wunderschönen Gorilla-Pavillon zu sehen. Weil es viele Leute gibt, die sagen, dass diese Gorillas wieder in die Wildnis zurückkehren sollten, aber jemand kommt und mir sagt: „Diese Gorillas sind hier nicht glücklich. ' Wenn du dort warst, wo ich in Afrika war und du diesen schrecklichen Anblick gesehen hättest - ein Gorilllakopf, der auf dem Markt als Buschfleisch verkauft wird. Diese Gorillas sind jedoch in wunderschöner Form. „
Jans Besuch war uns eine große Ehre. Zugleich bin ich sehr froh das es ihr hier gefallen hat. "Es war ein wundervoller Besuch", schrieb sie mir nach dem Abgang. "Und alles ist so toll geworden! „
Miroslav Bobek
Übersetzung via Facebook
Im Basler Zoo kam es am 1. Februar zu einer Totgeburt eines Gorillas. Die Mutter trug dieses jedoch wochenlang mit sich, als wäre es noch am Leben.
Zwei Monate lang trug das Gorillaweibchen Joas ihr totes Junges durch ihr Gehege im Zoo Basel, für die Besucherinnen und Besucher ein makabrer Anblick. Das Junge starb am 1. Februar bereits bei der Geburt. Erst vor zwei Tagen hat Joas den Kadaver losgelassen. Die jungen Gorillas spielen momentan noch damit, erst danach kann er aus dem Gehege entfernt werden.
Dieses Verhalten der Gorillas sei für viele Menschen unverständlich und teilweise auch schwer auszuhalten, aber «für Gorillas ist es ganz normal», erklärt Adrian Baumeyer, Biologe und Kurator des Affengeheges gegenüber der «bz Basel».
Der Grund für Joas natürliche Bindung zu ihrem Nachwuchs ist überlebenswichtig – ohne die ständige Aufmerksamkeit der Gorillamutter würde das Junge rasch verenden. Somit besteht auch einige Wochen nach dem Tod des Jungtiers eine Bindung zwischen ihnen. Auch wie schnell sie sich löst, ist bei allen Individuen anders.
Joas pflegte deshalb ihr Baby, als wäre es noch am Leben. Er selbst habe das Verhalten bei Gorillas noch nie selbst erlebt, jedoch bei den Schimpansen schon. «Dass die Mutter den Körper zwei Monate herumträgt, ist schon relativ lang», meint er gegenüber der Zeitung. Auch schon vorgekommen ist, dass die Affen ihre toten Jungtiere für Nahrung tauschten.
Joas das tote Jungtier wegzunehmen, war für Baumeyer keine Option. Die Entfernung des Kadavers wäre kompliziert. Die Pflegerinnen und Pfleger interagieren durch ein Gitter mit den Tieren und gehen selten ins Gehege. Ein direkter Körperkontakt könnte für die Pflegepersonen selbst tödlich enden. Um das Jungtier wegzunehmen, hätte Joas betäubt werden müssen. Somit macht es für Baumeyer keinen Sinn, einen Abschied zu forcieren.
Schwer zu ertragender Anblick
Über Trauer will der Kurator nicht sprechen. Er benutzt lieber das Wort Abschiedsprozess. «Unsere eigenen ethischen und moralischen Vorstellungen auf sie zu übertragen, wäre ein Fehler», denn Baumeier ist es wichtig, die Tiere nicht zu vermenschlichen.
Der Zustand war für die Verantwortlichen trotzdem hart zu ertragen. «Wir haben uns auf die Geburt gefreut. Schon die Totgeburt war ein Dämpfer», sagt Baumeyer. Zudem fange der Körper ziemlich schnell an zu verwesen. Der Geruch sei unangenehm, die Finger fallen ab und die Haare aus. Das anzuschauen sei nicht schön, dennoch war man sich im Team einig: «Wir geben Joas die Zeit, die sie braucht.»
Da Joas ihr Jungtier nun abgegeben hat, könnte ihr Zyklus bald wieder einsetzen. Sobald es Anzeichen dafür gibt, kann sie wieder gedeckt werden.
von Ajla Mehanovic >>> Artikel in der BZ mit Fotos
Dem Fort Worth Zoo in Texas ist es gelungen, ein Gorillababy auf die Welt zu bringen. Das Tier kam vier bis sechs Wochen zu früh per Kaiserschnitt. „Wir sind stolz darauf, die historische und emotionale Geschichte rund um die Geburt unseres dritten Gorillababys zu erzählen“, schreibt der Fort Worth Zoo. Die beteiligten Ärzte sprechen von einem Höhepunkt ihrer Karriere.
„Beim Gorilla-Brusttrommeln handelt es sich um ein wirklich ikonisches Geräusch aus dem Tierreich. Daher ist es großartig, dass wir nun belegen können, dass Gorillas auf diese spektakuläre Art und Weise Informationen über ihre eigene Körpergröße übermitteln“, erklärt der Primatologe Edward Wright in einer Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts.
Auf die Brust trommeln kann verschiedene Gründe haben. Vom Imponiergehabe bis hin zu purer Lebensfreude. Bei jüngeren Gorillas ist es auch eine Aufforderung zum spielen. Auch weibliche Tiere orientieren sich lt. einer Studie ans Brusttrommeln.
Brust trommeln ist individuell und sowas wie eine persönliche "Unterschrift" eines Gorillas.
Terroristen der ADF haben in Uganda am Dienstag zwei Touristen aus Großbritannien und Südafrika und ihren ugandischer Reiseführer getötet. Bilder, die von der Polizei verbreitet wurden, zeigen zwei der Opfer tot am Boden und das brennende Safari-Fahrzeug.
Die Bluttat geschah in der Nähe des Queen Elizabeth Nationalparks im Südwesten Ugandas. Die beiden Touristen waren offenbar auf Gorilla-Safari.
«Feiger Terroranschlag»
Fred Enanga, ein Polizeisprecher, sagte gemäß dem «Guardian» in einer Erklärung, dass extremistische Rebellen, die normalerweise im Osten der benachbarten Demokratischen Republik Kongo ansässig sind, den «feigen Terroranschlag» verübt hätten. Ugandische Sicherheitskräfte verfolgten laut Enanga die Terror-Miliz.
Nach Angaben der Uganda Wildlife Authority (UWA), die den nach der verstorbenen Briten-Königin benannten Park verwaltet, war das Trio mit «Gorilla and Wildlife Safaris», einem lokalen Reiseunternehmen, unterwegs.
Ein Sprecher bezeichnete den Vorfall als «entsetzlich». «Wir sprechen den Familien und Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus und teilen ihre Trauer in dieser schweren Zeit.»
Im Juni Schulmassaker angerichtet
Die ADF steht in Verbindung dem zentralafrikanischen Ableger der islamistischen Terrormiliz IS (Islamischer Staat) und operiert meist in der Demokratischen Republik Kongo.
Laut dem «Guardian» ist ein grenzüberschreitender Angriff eher selten. Im Juni hatten Islamisten eine Schule und deren Schlafräume in der Stadt Mpdonwe nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo überfallen und in Brand gesetzt und über 42 Menschen getötet. 37 Kinder kamen dabei ums Leben. Mehrere wurden entführt.
Der Ostkongo gilt als eine der gefährlichsten und instabilsten Regionen der Welt. Im ganzen Land sollen etwa 130 unterschiedliche bewaffnete Gruppen aktiv sein. Diese sind vor allem an den Bodenschätzen der Region interessiert.
Markus Böhm erzählt von seiner Reise nach Uganda und der Begegnung mit den "sanften Riesen". - Mir selbst ist es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, jemals wilde Gorillas zu beobachten. Als mir Markus Böhm vorschlug sein Erlebnis mit den "wilden Gorillas" auf meiner Homepage zu teilen, war ich sofort "Feuer und Flamme". Erstaunlich ist, wie nahe die wilden Verwandten mit uns Menschen agieren. Die Gorillas für das Trecking wurden an Menschen gewöhnt, dennoch sind sie in ihrem Revier und verhalten sich "natürlich". Sie haben eine sanfte Toleranz gegenüber uns Menschen und werden zurecht die "sanften Riesen" genannt.
Danke Markus für die Erlaubnis, Deine Story und die sehr schönen Fotos teilen zu dürfen.

Letztes Jahr kam man auf über 1000 Berggorillas dank engagierten Tierschutz vor Ort. Jetzt droht jedoch eine Katastrophe.
Einem Abkommen zwischen der kongolesischen und ruandischen Regierung zufolge sollen sich die Kämpfer an den erloschenen Vulkan Sabinyo im Virunga-Nationalpark zurückziehen. Doch das sei genau dort, wo sich der natürliche Lebensraum der Berggorillas befindet, sagte Alain Mukiranya von der Initiative „Gorilla Ambassadors“ dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Noch mehr bewaffnete Personen in diesem Gebiet zu dulden, komme einem Mord an der Tierart gleich, sagte Mukiranya. „Die Kämpfer werden jagen, wildern und den Wald roden.“ Das Land könne so seine letzten Berggorillas verlieren. Umweltschützern zufolge gibt es weltweit etwa 1.000 Berggorillas. Sie leben im Dreiländereck zwischen der DR Kongo, Ruanda und Uganda.
Mukiranya begrüßt grundsätzlich einen Rückzug der M23. Denn seit dem Vormarsch der Kämpfer Anfang 2022 sei es für seine Organisation kaum mehr möglich, die Menschenaffen zu schützen. Nach monatelangen Kämpfen zwischen der M23 und der kongolesischen Armee im Ostkongo haben sich Ruanda, das nach UNO-Angaben die Miliz unterstützt, und der Kongo im November auf einen Rückzug der Rebellen geeinigt.
Die Milizionäre erklärten sich jüngst ebenfalls damit einverstanden – allerdings bisher ohne sichtbare Folgen. Im Ostkongo kämpfen seit Jahrzehnten Milizen und die Armee um die Kontrolle und die
reichen Rohstoffvorkommen. Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende vertrieben.
22.01.2023 Deutschlandfunk
Der 24. September ruft mit dem Welttag der Gorillas (engl. World Gorilla Day) zum Schutz der Primatenfamilie der Menschenaffen (lat. Hominidae) auf. Zugleich ehrt dieser Aktionstag auch die Arbeit der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey (1932 – 1985), die sich dem Schutz der Tiere verschrieben zu Lebzeiten verschrieben hatte.
Wer hat den World Gorilla Day ins Leben gerufen?
Der World Gorilla Day geht auf die Initiative des Dian Fossey Gorilla Fund und das Jahr 2017 zurück. Dabei widmet sich diese internationale Forschungs- und Tierschutzorganisation auch heute noch dem Schutz der Gorillas und leitet das Karisoke-Forschungszentrum, das Fossey 1967 mit ihrer täglichen Überwachung der Gorillas und den Patrouillen begründet hat. Der Fossey Fund ist das älteste und größte kontinuierlich betriebene Gorillaprojekt der Welt und verfügt über eine der größten wissenschaftlichen Datenbanken zu allen Arten. Die Wurzeln der Organisation reichen allerdings noch weiter zurück.
1978 gründete Dian Fossey den Digit Fund, um die immer wiederkehrenden Morde an Berggorillas im Gebiet der Virunga-Vulkane in Ruanda durch Wilderer zu verhindern. Nach dem Tod von Digit, einem Gorilla, der zuvor von Wilddieben enthauptet worden war, benannte sie die Stiftung nach ihm. Nach Fosseys Tod wurde der Digit Fund in Dian Fossey Gorilla Fund International umbenannt.
Weshalb fällt der Weltgorillatag auf den 24. September?
Die Wahl des 24. Septembers ist eine historische Reverenz an die Arbeit der US-amerikanischen Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey. Siehe für einen ähnlich gelagerten Aktionstag auch den Beitrag zum Internationalen Tag der Biber (engl. International Beaver Day) am 7. April.
Denn am 24. September 1967 schlug Dian Fossey ihre beiden Zelte auf und begann mit der bahnbrechenden Erforschung der Berggorillas in den Wäldern Ruandas. Anlässlich des 50. Jahrestags der Arbeit des Dian Fossey Gorilla Fund wurde dieser Beitrag aus dem Kalender der Umweltaktionstage im Jahr 2017 ins Leben gerufen.
Ziele und Intention: Worum geht es dem World Gorilla Day?
Der Name ist hier natürlich Programm. Denn der 24. September als World Gorilla Day möchte ein öffentliches Bewusstsein für die Notwendigkeit des Schutzes dieser Menschenaffen schaffen. Damit steht er in direkter inhaltlicher Verwandtschaft zum Internationalen Tag des Orang-Utans (engl. International Orangutan Day) am 19. August.
Dabei sind diese Menschenaffen primär durch zwei Faktoren bedroht: Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen. Hier werden neben der Umweltverschmutzung hauptsächlich Rodungen für Straßenbau, Bergbau und andere Infrastrukturprojekte als Ursache genannt.
Tierschützer und Wissenschaftler verweisen im Kontext der zunehmenden Nähe zum Menschen auf eine weitere Gefahr. Die Verbreitung zoonotischer Krankheitserreger wie Masern oder Tuberkulose, die vom Mensch auf die Tiere überspringen können.
Seit der ersten Auflage des Weltgorillatages im Jahre 2017 hat der Fossey-Fonds seine Bemühungen um den Schutz und die Erhaltung der Gorillas und ihrer natürlichen Lebensräume verstärkt und die Lebensgrundlagen der Menschen in den umliegenden Gemeinden unterstützt. So schützt die Organisation heute fast 600.000 Hektar einiger der artenreichsten Wälder der Erde, die schätzungsweise eine Viertelmilliarde Tonnen Kohlenstoff enthalten und für die Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung sind.
Der World Gorilla erhält weiterhin Unterstützung durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNO Environment Programme – UNEP). UNEP hat zwei internationale Abkommen initiiert, die zur Erhaltung der Gorillas und anderer gefährdeter Arten beitragen:
Die Convention on Migratory Species enthält ein Gorilla-Abkommen, das Regierungen und anderen Parteien einen rechtsverbindlichen Rahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gorillapopulationen und ihrer Lebensräume bietet. Die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Uganda gehören zu den acht Vertragsparteien des Abkommens.
Mit der Convention on the International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) wird der internationale Handel mit über 38 700 Pflanzen- und Tierarten geregelt.
Text: veröffentlicht am 24. September 2022 von Sven Giese / >>> www.kuriose-feiertage.de
Die offizielle Kampagnen-Website zum World Gorilla Day – auf: gorillafund.org (englisch)
Gorillas: Bedrohung der größten Menschenaffen – auf: wwf.de (deutsch)
In europäischen Zoos und Tierparks leben dagegen so viele dieser Gorillas, dass es eng wird. Männliche Tiere werden ab einem bestimmten Alter oft getrennt von jüngeren und weiblichen Artgenossen gehalten. Zoobetreiber erwägen deshalb, männliche Flachlandgorillas zu töten, berichtet der »Guardian«. Das gehe aus bislang geheimen Dokumenten der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) hervor.
Kastration und Keulung – also das gezielte Töten – seien Optionen, um die Überpopulation in den Zoos zu reduzieren, heißt es in den Papieren des Verbands. Aktuell leben demnach 463 solcher Gorillas in den knapp 70 EAZA-Zoos, 212 davon seien männlich. »Aus biologischer Sicht« sei die Tötung das beste Mittel berichtet der Spiegel.
Bereits 2020 habe ich auf dieses Thema auf meiner Homepage unter dem Titel: "Wie sieht die Zukunft von Gorillas in europäischen Zoos aus? aufgegriffen. Meine Meinung ist, dass weder Tötung von Tieren noch Kastration einen Ausweg aus diesem Dilemma führen. Die Zoos sollten weniger züchten und es sollten mehr Gruppen mit nur männlichen Tieren zusammen geführt werden. Reine männliche Gorilla-Gruppen haben sich als durchaus attraktiv herausgestellt. Beispiele hierfür sind der Loro Parque/Spanien oder Schmiding/Österreich. Es kann nicht angehen, dass man in 14 von 15 deutschen Zoos "züchtet" aber keine Männergruppe existiert. Abgaben nach Asien sind nur bedingt gutzuheißen, da sie nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" hochgezogen werden.
Einen positiven Schritt macht der Krefelder Zoo mit seinem geplanten "Affenpark".
Im Bauabschnitt 1 wird ein multifunktionales Menschenaffenhaus gebaut, das aus zwei Abteilungen besteht, die jeweils mit einer großräumigen Außenanlage verbunden sind. Hier wird die neu aufzubauende Gruppe der Schimpansen leben, deren Gründertiere die beiden den Brand überlebenden Schimpansen Bally und Limbo sein werden. Desweiteren werden pubertäre männliche Gorillas, die aus der Zuchtgruppe entwöhnt wurden („Junggesellengruppe“) und eine mit den Gorillas zu vergesellschaftete Meerkatzen- oder Mangabenart hier gehalten. Die Kostenschätzung für Planung und Bau beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro, bei zeitigem Baubeginn 2022 könnte das Projekt 2023 abgeschlossen werden. Davon trägt der Zoo mindestens 5 Millionen aus eigenen Mitteln. (lt. Facebook-Eintrag vom 11.11.2021)
Allein in Deutschland gibt es ca. 100 Gorillas in Zoos. Auswildern geht nicht. - Schon allein deshalb, weil kein geeigneter Lebensraum in der Natur vorhanden ist.
Aber dennoch berührt mich dieser Werbespot sehr, denn alle Menschenaffen in den Zoos sind täglich "uns Menschen ausgeliefert". Da wird wie wild gegen die Scheiben geklopft, gerufen werden nicht
nur "uga uga-Laute" sondern Ausdrücke, die jenseits von Gut und Böse sind. Es wird mit Blitz fotografiert. Die beliebtesten Tiere für Selfies im Zoo sind die Menschenaffen. Es werden "Küsschen an
der Scheibe verteilt" oder man zeigt auch schon mal seine Brust den Tieren. Die Toleranz der Menschenaffen ist nicht unendlich. Sie werfen mit allem was sie in die Hand bekommen oder springen an
die Scheiben. Viele sind aber auch abgestumpft und schauen die Besucher "stoisch" an und das nicht nur minutenlang, sondern ständig in der gleichen Position.
Angeblich haben die Menschenaffen in der Corona-Krise die Zoobesucher vermisst! Sicherlich ist da etwas Wahres dran, denn die Zoogänger sind das beste und günstigste Mittel um die Langeweile der
Tiere zu unterbrechen.
Statt utopische Ziele wie "Freiheit" zu propagandieren müssen realistische Modelle erstellt werden. Zum Beispiel ausreichend große Innengehege auf denen die Tiere sich zurückziehen können. Das Beschäftigungsprogramm muss weiterhin ausgebaut werden.
Den Zoobesuchern muss seitens der Zoos vermittelt werden, dass sie "nur Gast" im Leben eines Zootieres sind und nicht deren Mittelpunkt.
Gorillas im Zoo müssen sich wie Gorillas verhalten und nicht wie die Affen, die davor stehen! Nur dann sind sie Botschafter für ihre Artgenossen in der Natur.
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