Zoo Basel/Schweiz 

 ♂ YEBA (* 01.05.2012 in Givskud/Dänemark)

seit dem 17.10.2025 im Zoo Basel, davor hat er im Zoo Safari de Thoiry/Frankreich gelebt

 

♀ ADIRA (* 02.10.2006 im Zoo Rotterdam/Holland)

seit dem 24.09.2015 im Zoo Basel 

 

♀ JOAS (* 6.07.1989 im Apenheul Primaten Park/Holland) 

seit dem 6.12.1996 im Zoo Basel  

 

♂ MOBALI (* 19.05.2015 im Zoo Basel - Mutter JOAS/Vater M'TONGE)

 

♀ MAKALA (* 17.07.2015 im Zoo Basel - Mutter FADDAMA / Vater M'TONGE)

 

♀ QAZIBA (* 01.09.2019 im Zoo Basel - Mutter FADDAMA / Vater M'TONGE

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Neuer Silberrücken im Zoo Basel

Foto: Zoo Basel Homepage
Foto: Zoo Basel Homepage

Am 17. Oktober 2025 ist ein neuer Gorilla-Silberrücken (Gorilla gorilla gorilla) im Affenhaus des Zoo Basel eingezogen. Yeba (13), wie das Gorilla-Männchen heisst, kommt aus dem Zoo Thoiry in Frankreich. Er tritt die Nachfolge von Silberrücken M’Tongé an, den der Zoo Basel im Juni dieses Jahres verabschieden musste. Die behutsame Zusammenführung mit der bestehenden Gorillagruppe, ein anspruchsvoller Prozess, ist bis jetzt gelungen.

In diesem Jahr musste sich der Zoo Basel von seinem bisherigen Gorilla-Silberrücken (Gorilla gorilla gorilla) M’Tongé verabschieden. Der Zolli berichtete am 27. Juni 2025. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger wurde vom EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) koordiniert. Vor knapp drei Wochen ist nun ein neuer Silberrücken im Affenhaus angekommen.

Einzug ins Affenhaus

Am 17. Oktober 2025 ist der 13-jährige Gorilla-Silberrücken Yeba im Affenhaus des Zoo Basel eingezogen. Yeba wurde im Zoo Givskud in Dänemark geboren und lebte zuletzt im französischen Zoo Thoiry. Er ist ein neugieriger, selbstsicherer, umgänglicher und sanfter Gorilla. Mit seiner Ankunft übernimmt Yeba eine zentrale Rolle in der Gorillagruppe und definiert deren soziale Ordnung. 

Schrittweise Integration in die Gruppe

Die Eingliederung eines Silberrückens in eine bestehende Gruppe ist ein komplexer Vorgang. Sie erfolgt behutsam unter sorgfältiger Beobachtung der Tierpflegenden und des Kurators. Nach diesem Prinzip erfolgte auch Yebas Integration: Schon wenige Stunden nach seiner Ankunft konnte er ersten Sicht- und Berührungskontakt zur Gruppe aufnehmen. Am Nachmittag des Eintreffens wurde er dann erstmals mit dem zehnjährigen Gorilla-Weibchen Makala zusammengeführt. In den darauffolgenden Tagen lernte er nach und nach die übrigen Gruppenmitglieder einzeln kennen. So konnte Yeba seine Führungsrolle schrittweise übernehmen und etablierte seine Dominanz gegenüber seinen neuen Gruppenmitgliedern. Seit dem 25. Oktober 2025 ist die Gruppe nun vereint und akzeptiert ihn als dominantes Männchen. Bis er sich definitiv als Gruppenoberhaupt etabliert hat, wird es aber noch einige Zeit dauern.

Zusammenleben

Für Yeba ist es das erste Mal, dass er eine Gorillagruppe anführt. Im Zoo Thoiry lebte er in einer sogenannten Bachelor-Gruppe, einer Gruppe ausschliesslich männlicher Gorillas. Nun muss er sich an seine neue Rolle gewöhnen und trifft dabei auf seine neuen Mitbewohner, zu denen die Weibchen Joas (36), Adira (19), Makala, (10), Qaziba (6) und das Gorilla-Männchen Mobali (10) gehören.


M'TONGE wurde eingeschläfert

Der Silberrücken der Basler Gorillagruppe, M’Tongé (26), ist tot. Er litt an einer Infektion mit Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis). Die Diagnose wurde im März 2024 gestellt. Aufgrund des fortgeschrittenen Krankheitsverlaufs musste das Tierärzte-Team ihn heute Morgen töten. Bis kurz vor seinem Tod lebte M’Tongé dank der gut eingestellten Medikation weitgehend beschwerdefrei und nahm seine Rolle als sozialer Mittelpunkt der Gruppe aktiv wahr. Nun gilt es, zeitnah einen adäquaten Ersatz für ihn zu finden.

Der Zolli nimmt Abschied von Gorilla-Silberrücken M’Tongé (26): Er musste heute Morgen, am 27. Juni 2025, vom Tierärzte-Team getötet werden. Der Silberrücken litt an einer seit März 2024 bekannten Fuchsbandwurm-Infektion. Die Zolli-Tierärzte starteten damals umgehend mit der Behandlung. Die verordneten Medikamente verlangsamen den Verlauf der Krankheit, können diese aber nicht heilen. M’Tongé lebte gut damit und war bis zuletzt weitgehend beschwerdefrei. Ab dem 18. Juni 2025 hatte sich sein gesundheitlicher Zustand jedoch rapide verschlechtert. M’Tongé ass und trank kaum noch, war schwach und gezeichnet. Aus diesem Grund entschieden die Verantwortlichen, sein Leben zu beenden.

Behutsam und führungsstark

M’Tongé wurde im Februar 1999 in den Niederlanden geboren. 2008, als er neun Jahre alt war, wechselte er in eine Junggesellengruppe nach Polen. Von dort kam er 2014 in den Zoo Basel, wo er seine eigene «Familienbande» übernehmen durfte. Mit seiner behutsamen und führungsstarken Persönlichkeit füllte er die Rolle als sozialer Mittelpunkt der Gorillagruppe gekonnt aus. Auch war er ein fürsorglicher und entspannter Vater: Seine drei Nachkommen Makala und Mobali (beide 10) sowie Qaziba (5) leben gemeinsam mit Joas (35) und Adira (18) noch immer im Zolli. Das vierte von ihm gezeugte Jungtier hat nicht überlebt.

Abschied und Ausblick

Nach dem Tod M’Tongés verblieb sein Körper noch für einige Stunden im Gehege, damit die anderen Gorillas Zugang zu ihm hatten und sich von ihm verabschieden konnten. Danach wurde der Körper in die Tierpathologie der Universität Bern überführt. Die Untersuchungen werden Aufschluss darüber geben, was die genaue Ursache für die rasche Verschlechterung von M’Tongés Gesundheitszustand war. Derweil läuft die Suche nach einem geeigneten Nachfolger innerhalb des EAZA Ex-situ-Programms (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria). Dies, damit die Basler Gorillaweibchen nicht zu lange nur unter sich sind.

Diagnose Fuchsbandwurm

Der Zoo Basel hat eine Historie mit Gorillas, die am Fuchsbandwurm erkrankt und gestorben sind. Deshalb behandelt er seit 2016 alles Futter, das potenziell mit Fuchsbandwurmeiern befallen ist, mit Wärme. So wird das Infektionsrisiko minimiert, sinkt jedoch nicht auf null. Da die Krankheit eine Inkubationszeit von mehreren Jahren hat, bleibt ihr Ausbruch meist unbemerkt. Insbesondere deshalb, weil sie zu Beginn ohne auffällige Symptome verläuft. Im fortgeschrittenen Stadium äussert sie sich als tumorartige Wucherung, oft in der Leber. Sie kann soweit fortschreiten, dass kaum noch normales Gewebe übrigbleibt. Im Endstadium führt sie häufig zu einer Bauchfellentzündung und schlussendlich zum Tod. Medikamente, um die Erkrankung zu heilen, gibt es keine. Ihr Verlauf kann lediglich verlangsamt werden. Die Krankheit kann auch beim Menschen auftreten, ist aber sehr selten. Eine Übertragung vom Gorilla auf den Menschen ist ausgeschlossen.

Text/Foto: Homepage Zoo Basel 


FADDAMA - Mutter von VIATU stirbt mit 40 Jahren im Basler Zoo

Wieder stirbt ein Gorilla in Folge einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm im Basler Zoo. Wie schon KISORO (2014) und ZUNGU (2016) war auch bei FADDAMA die Infektion vermutlich mit Schuld am Tode der Gorilladame. Die Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber. 

 

Wie der Mensch sind auch Gorillas sogenannte Fehlzwischenwirte für den Fuchsbandwurm. Die Aufnahme von Bandwurmeiern ist durch Nahrungsmittel möglich, die mit Fuchskot kontaminiert sind, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Eine Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen Erkrankung der Leber. Die Inkubationszeit kann über 15 Jahre betragen.

Um die Affen um Zoo vor einer Infektion zu schützen, wird seit 2011 gemäß Mitteilung regionales Gemüse jeweils in einem eigens dafür angeschafften Steamer wärmebehandelt. Dies töte die Bandwurmeier ab. Zudem dürften Salate und andere Gemüse, die frisch verfüttert werden, nur aus dem Tessin und südeuropäischen Ländern stammen, in denen der Fuchsbandwurm nicht vorkommt, heißt es weiter.

Artikel in der Basler Zeitung zum Tode von FADDAMA <<<

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In der Nacht auf den 31. März 2023 ist das Gorilla-Weibchen Faddama (40) gestorben. Seit Januar 2023 war bekannt, dass sie an einer Fuchsbandwurm-Infektion litt. Die Erkrankung wird als Todesursache vermutet.

Am Freitagmorgen, 31. März 2023, wurde Faddama tot im Affengehege vorgefunden. Vermutlich hat die Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) zum Tod geführt. Wie bei anderen Todesfällen von Zootieren findet eine pathologische Untersuchung statt, um die Todesursache zu bestätigen. In den letzten Monaten hatte Faddama zunehmend an Kondition verloren. Bei einer Untersuchung im Januar 2023 wurde die Diagnose Fuchsbandwurm gestellt. Das Gorilla-Weibchen erholte sich gut von der Narkose und dank der Medikamente stellte sich auch ihr Appetit wieder ein. In den letzten drei Tagen verschlechterte sich ihr Zustand allerdings stark. Sie hatte keinen Appetit mehr und kaum noch getrunken.

Ein Leben im Zolli

Faddama verbrachte ihr ganzes Leben im Zolli. Das Gorilla-Weibchen wurde am 2. Februar 1983 im Zoo Basel geboren. Faddama hatte insgesamt vier Jungtiere – zwei Weibchen und zwei Männchen: Viatu (24), Nangai (11), Makala (7) und Qaziba (3). Die beiden Weibchen leben ebenfalls in der Gorilla-Gruppe des Zoo Basel. Viatu und Nangai befinden sich in anderen Zoos in Europa. In der Gorilla-Gruppe leben aktuell Joas (33), M'Tongé (24), Adira (16), Mobali (7), Makala (7) und Quaziba (3).

Schutzmassnahmen gegen den Fuchsbandwurm

Seit bei einer Ultraschalluntersuchung im Januar 2023 bekannt wurde, dass Faddama mit dem Fuchsbandwurm infiziert war, bekam sie Medikamente. Diese sollten die Erkrankung am Fortschreiten hindern. Gorillas sind wie der Mensch Fehlzwischenwirte, welche durch Aufnahme von Bandwurmeiern aus mit Fuchskot kontaminierten Nahrungsmitteln infiziert werden können. Die Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber. Die Inkubationszeit kann über 15 Jahre betragen. Um die Zolli-Affen vor einer Infektion mit dem gefährlichen Fuchsbandwurm zu schützen, wird seit 2011 regionales Gemüse in einem eigens zu diesem Zweck angeschafften Gastrosteamer wärmebehandelt. Mit diesem Verfahren werden die Fuchsbandwurmeier abgetötet. Salate oder andere Gemüse, die frisch verfüttert werden, dürfen nur aus dem Tessin oder aus südeuropäischen Ländern stammen, in denen der Fuchsbandwurm nicht vorkommt.

Foto: Heike Arranz Rodriguez

Text: Zoo Basel 


Abschied von Silberrücken KISORO

In der Nacht auf Samstag, den 24. Mai, ist im Zoo Basel der Gorillamann KISORO (25) verstorben. Das Affenhaus wurde geschlossen, damit die Gorillagruppe in Ruhe Abschied nehmen konnte.  Das Pflegerteam und die Verantwortlichen des Zoo Basel trauern um die markante Gorillapersönlichkeit. 

In den letzten Monaten wurde Kisoro zunehmend schwächer und magerte stark ab. Kisoro litt unter dem Befall mit Fuchsbandwurm, welcher schlussendlich zum Tod geführt hat. Der schwer kranke Kisoro hatte seit einigen Tagen nur noch sehr wenig gegessen, akzeptierte aber bis zuletzt die Schmerzmittel. Als die Tierpfleger am Samstagmorgen eintrafen, war der Silberrücken bereits tot.

Kisoro war ein eher zurückhaltender und scheuer Silberrücken. Jedoch zögerte er nie, die Gorillafrauen zu beschützen, wenn er sie in Gefahr wähnte. Mit seiner diplomatischen Art schlichtete er Streitigkeiten in der Gruppe sehr geschickt. Kisoro hatte nur zwei Kinder; bei der letzten Untersuchung stellten die Tierärzte fest, dass er unfruchtbar geworden war. Kisoros Tod hinterlässt eine Lücke in der Gorillagruppe  sowie im Zoo Basel bei allen, die diesen eindrücklichen Silberrücken über lange Jahre geschätzt haben.

Bis zuletzt in der Gruppe

Seit bei einer Ultraschalluntersuchung 2010 bekannt wurde, dass Kisoro mit Fuchsbandwurm infiziert war,  bekam er Medikamente, welche die Erkrankung am Fortschritt hindern sollten. Bis Herbst 2013 zeigte er keine Symptome. dann  magerte er immer mehr ab und wurde zunehmend schwächer. Eine Untersuchung im November 2013 ergab, dass Kisoro trotz der intensiven medizinischen Betreuung die Erkrankung nicht überleben würde. Um Kisoro seine letzten Monate möglichst zu erleichtern, nahmen die Tierärzte mit Ärzten und Ernährungsberatern Kontakt auf, welche  auf Fuchsbandwurm-Erkrankungen beim Menschen spezialisiert sind. So konnte Kisoro bis zuletzt in seiner Gorillagruppe bleiben und seine Funktion als Anführer wahrnehmen.

Neues Verfahren verhindert Ansteckung

Gorillas sind wie der Mensch Fehlzwischenwirte, welche durch Aufnahme von Bandwurmeiern aus mit Fuchskot kontaminierten Nahrungsmitteln infiziert werden können. Die Fuchsbandwurminfektion führt bei Mensch und Affen zu einer lebensbedrohlichen, tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber. Eine direkte Ansteckung zwischen Gorillas oder Gorillas und Menschen ist nicht möglich. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist die Ansteckung vor 5 bis 15 Jahren über mit Fuchskot kontaminiertes Futter erfolgt. Seit 2011 wird das Futter der Menschenaffen in einem mehrstufigen Prozess gewaschen und danach vier Stunden lang in einem Wärmeschrank bei 45° Celsius erwärmt. Mit diesem Verfahren werden die Fuchsbandwurmeier abgetötet.

Medikamente wirken bei Gorillas weniger gut

Viele mit dem Fuchsbandwurm infizierte Menschen  können dank medizinischen Interventionen (Leberoperation, lebenslange Medikamenteneinnahme) wieder ein normales Leben führen oder werden sogar geheilt. Offenbar hilft  das menschliche Immunsystem zusammen mit der Langzeiteinnahme von Medikamenten, den Parasiten zu bekämpfen. Bei Gorillas scheint dies nicht der Fall zu sein. Der Bandwurm kommt nur auf der nördlichen Hemisphäre vor, Gorillas nur auf der südlichen. Die Vermutung liegt nahe, dass Gorillas deshalb im Gegensatz zum Menschen im Verlauf der Evolution keine ausreichende Immunabwehr gegen den Parasiten entwickelt haben.

Heute leben im Zoo Basel Faddama (30), Goma (54), Quarta (45), Joas (24) und Zungu (11). Auch in Zukunft wird es wieder einen Silberrücken im Zoo Basel geben. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wird ein Nachfolger gesucht.

Text: Homepage Basler Zoo


Gorilla ZUNGU

Als ich ZUNGU besuchte war er bereits von der Behandlung wegen eines Fuchsbandwurmes gezeichnet. Er war "aufgedunsen" aufgrund der Chemotherapie. Zudem hatte man ihn kastriert. Er war jedoch in der Gruppe integriert und sein Vater KISORO akzeptierte ihn. 

Er überlebte seinen Vater und wurde bei der Eingewöhnung eines neuen Silberrücken M'TONGE schwer von ihm verletzt. Diese Verletzungen waren sichtbar, verheilten jedoch gut. Letztendlich schlug keine Behandlung wegen des Fuchsbandwurmes mehr an und ZUNGU wurde eingeschläfert. 

Leider veröffentlichte der Basler Zoo kaum Informationen zu ZUNGU, auch nicht zum Ableben von ihm. 

Foto / Text: Heike Arranz Rodriguez 

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Laut dem Basler Zoo wirken Medikamente bei Gorillas weniger gut. Viele mit dem Fuchsbandwurm infizierte Menschen  können dank medizinischen Interventionen (Leberoperation, lebenslange Medikamenteneinnahme) wieder ein normales Leben führen oder werden sogar geheilt. Offenbar hilft  das menschliche Immunsystem zusammen mit der Langzeiteinnahme von Medikamenten, den Parasiten zu bekämpfen. Bei Gorillas scheint dies nicht der Fall zu sein. Der Bandwurm kommt nur auf der nördlichen Hemisphäre vor, Gorillas nur auf der südlichen. Die Vermutung liegt nahe, dass Gorillas deshalb im Gegensatz zum Menschen im Verlauf der Evolution keine ausreichende Immunabwehr gegen den Parasiten entwickelt haben.


Gorilla Quarta gestorben

Die betagte Quarta ist in der Nacht auf den 18.3.2021 im Kreise ihrer Gruppe gestorben. Sie war 52 Jahre alt.

Nach wenigen Tagen Apathie hat sich Quarta am 17. März am Nachmittag hingelegt und ist in der Nacht darauf gestorben. Die Mitglieder der Gorillagruppe waren die ganze Zeit bei ihr. Den Gorillas wurde die Zeit für den Abschied gelassen, die sie dafür brauchten.

Quarta war das älteste Mitglied der Gorillagruppe. Sie wurde am 17.7.1968 im Zoo Basel geboren. Sie ist die Schwester der berühmten Goma, die als erster in einem europäischen Zoo geborener Gorilla eine Berühmtheit wurde. Quarta hat neun Kinder geboren. Ihre Tochter Faddama lebt heute noch im Zoo Basel. Ebenfalls ihre Enkel Makala und Quaziba.

Als Quarta geboren wurde, waren die Gorillas noch im Vogelhaus untergebracht. Sie erlebte noch den damals üblichen direkten Kontakt mit den Pflegern. Später zog sie ins damals neue Affenhaus um und war dabei, als man im Zolli begann Gorillas nur noch unter sich in der Gruppe zu halten.

Mit 52 Jahren hat Quarta ein hohes Alter erreicht. In der Natur werden Gorillas 35 bis 40 Jahre alt.  Sie war laut der Tierdatenbank (ZIMS) weltweit der siebt-älteste in einem Zoo lebende Gorilla. Schon länger war bekannt, dass sie unter einer Fuchsbandwurm Infektion litt und wurde deshalb behandelt.

Wie bei anderen Todesfällen von Zootieren findet eine pathologische Untersuchung statt um die Todesursache festzustellen.

Text/Foto: Homepage Basler Zoo


Berühmte Gorilladame GOMA im Zoo Basel gestorben

Goma, der erste in einem europäischen Zoo geborene Gorilla, ist am 7. Juni im Zoo Basel im Kreise ihrer Familiengruppe altershalber gestorben. Die betagte Dame, Liebling einer ganzen Generation Baslerinnen und Basler, kam 1959 im Zoo Basel zur Welt. Ihr hohes Alter  war Goma zwar schon lange anzusehen; ausser den üblichen Alterserscheinungen hatte sie aber keine gesundheitlichen Probleme.

Bis zuletzt war Goma von ausserordentlich robuster Gesundheit. In den letzten Wochen wirkte sie aber zwischendurch abwesend und müde und ihr Appetit lies nach.  Am Morgen des 7. Juni war sie sehr schwach. Sie ass noch eine Kleinigkeit, legte sich dann aber versteckt in eine Box und reagierte kurz darauf nicht mehr auf die Mitglieder der Gorillagruppe, die immer wieder zu ihr gingen und sie sanft anstupsten. Um 12.15 Uhr tat Goma ihren letzten Atemzug.

Als erster in einem europäischen Zoo geborene Gorilla wuchs Goma nach ihrer Geburt im Jahr 1959 in der Familie des damaligen Zoodirektors Prof. Dr. Ernst Lang auf.

Ein aussergewöhnlicher Lebenslauf

Über Gomas Geburt und ihre frühe Zeit bei Menschen haben die Medien damals weltweit berichtet. Etwa einjährig bekam Goma Gesellschaft vom gleichaltrigen Pepe. Mit ihm zusammen wurde sie später in ihre angestammte Familiengruppe zurückgebracht. Ihren 1971 geborenen Sohn Tamtam zog Goma ohne menschliche Hilfe gross, was sie erneut international ins Gespräch brachte: Tamtam war der erste Gorilla in zweiter Zoogeneration und das erste Gorillakind, das in einem Zoo vom ersten Tag an in Gesellschaft eines Silberrückens aufwuchs. Tamtam sollte Gomas einziges Kind bleiben.

Zeitlebens bei bester Gesundheit

Zum 50. Geburtstag der weltberühmten Seniorin feierte der Zolli 2009 ein Fest. Im Jahr 2010 zog sie zusammen mit ihrer Gruppe wegen Umbauarbeiten für ein Jahr aus dem Affenhaus aus. Die bei Hin- und Rücktransport durchgeführten Gesundheits-Checks zeigten Gomas für ihr Alter ausserordentlich gute Gesundheit. Bei der Rückkehr ins umgebaute Haus sorgte Goma nochmals für eine Überraschung: Nach den Strapazen des Umzugs zogen sich ihre Artgenossen im neuen Gehege erst einmal erschöpft zurück, um sich zu erholen. Nicht so Goma: Mit grossem Appetit machte sie sich als einzige sofort über die bereit gelegte Mahlzeit her, so, als wäre sie nie fortgewesen.

Menschen prägten ihr Leben

Als Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit war Goma ihr ganzes Leben den Menschen verbunden und war deshalb in ihrer Gruppe lange eine Aussenseiterin geblieben. In ihren beiden letzten Lebensjahrzehnten konnte sich Goma erfreulicherweise immer mehr ins Familienleben integrieren und war am Ende eine zufriedene und fürsorgliche ‚Grossmutter’. Ein Alter von 58 Jahren darf bei Menschenaffen als sehr hoch angesehen werden.

Foto / Text: Homepage Zoo Basel


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