Zoo Zürich / Schweiz 

 

♂  BWANA  (* 13.03.2007 in der Natura Artis Magistra, Amsterdam/Holland - Mutter BINTI/Vater AKILI)

seit dem 8. April 2025 im Zoo Zürich, davor ein halbes Jahr im Warschauer Zoo/Polen

 

♀ HAIBA  (* 15.07.2007 im Zoo Zürich - Mutter MAMITU/Vater N'GOLA) 

 

♀ MAYUMI (* 11.03.2012 im Zoo Hannover - Mutter MELIMA/Vater BUZANDI) 

seit dem 8. April 2025 im Zoo Zürich, davor vom 7. September 2021 bis 8. April im Zoologischen Garten Saarbrücken

 

♀ VIRUNGUITA (* 03.05.2015 im Zoo Barcelona/Spanien - Mutter N'TUA/Vater EBOBO)

seit dem 25. April 2025 im Zoo Zürich  

 

♀ IVINDO (* 25.09.2017 in La Vallée des Singes/Frankreich - Mutter: HAKUNA MATATA/Vater: YAOUNDE)

seit dem 24. April 2025 im Zoo Zürich 

 


Kopfüber in die Zukunft

IVINDO -  Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess
IVINDO - Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

Zunächst nur ein prüfender Blick aus dem Durchgang der Hintergrundanlagen, dann tritt der massige Körper des Silberrückens Bwana hervor. Hat er Futter gefunden und seinen Platz eingenommen, ist dies das Zeichen für die vier Gorilla-Weibchen, ihrem Haremsführer zu folgen. Doch bis es zur heute erfolgreichen Gruppenbildung kam, musste Bwana seine Stellung als Chef beweisen.

DER ANFÜHRER UND SEINE AUFGABE

Der Silberrücken ist das dominante Männchen in einer Gorilla-Gruppe, die aus mehreren Weibchen und ihren Jungtieren besteht. Man erkennt ihn an seiner Grösse und am silbrig glänzenden Rückenfell. Als Anführer der Gruppe trägt er grosse Verantwortung: Er sorgt für Sicherheit und Zusammenhalt. Da können auch mal die Fetzen fliegen.

DIE NEUE GRUPPE FORMT SICH

Im Mai dieses Jahres trafen Bwana aus dem Zoo Warschau, das Zürcher Weibchen Haiba und drei weitere Weibchen aus verschiedenen europäischen Zoos erstmals aufeinander. Die Gruppenkonstellation hat das Europä ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) definiert. Diese Gruppe wird in ein paar Jahren auch in den Ndoki Wald ziehen. Die ersten Wochen der neuen Gruppe verliefen in einem Auf und Ab. Bei der Klärung der Rangordnung kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen. Bwana setzte seine Regeln autoritär durch, wobei die Weibchen zum Teil Verletzungen davontrugen. Dieser Prozess war zu erwarten. Dieses Verhalten zeigen Gorillas sowohl in Zoos als auch in der Wildnis. Wildtiere wie die Gorillas verfügen über eine schnelle Wundheilung. Mit der zusätzlichen medikamentösen Unterstützung der Tierärztinnen können die Spuren der Auseinandersetzungen daher gut und zügig verheilen. Und: Die Angriffe durch Bwana werden immer seltener. Ein deutliches Zeichen, dass sich die Rangordnung in der Gruppe stabilisiert.

ERHALT DER BEDROHTEN GORILLAS

Seit Ende Juni beobachten wir erste Paarungen. Ein weiteres wichtiges Signal für die einkehrende Ruhe in der Gruppe. So könnte es durchaus sein, dass mit etwas Glück bereits ab nächstem Jahr die ersten Jungtiere zur Welt kommen. Das bringt uns auch unserem übergeordneten Ziel einen Schritt näher. Denn mit dem dringend benötigten Nachwuchs unterstützen wir den Erhalt der Reservepopulation des vom Aussterben bedrohten Westlichen Flachlandgorillas.

Text: Dominik Ryser / pdf Zoo Zürich 

Foto: Eines der Gorilla-Weibchen in Bwanas Harem: Ivindo. Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

MAYUMI - Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess
MAYUMI - Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess
VIRUNGUITA - Foto: Zoo Zürich, Enzo Franchini
VIRUNGUITA - Foto: Zoo Zürich, Enzo Franchini

Gorilla-Männchen Bwana im Menschenaffenhaus eingezogen

Nach erfolgreich absolvierter Quarantäne ist das Gorilla-Männchen Bwana am Mittwoch, 7. Mai 2025, im Menschaffenhaus eingezogen. Dort traf der 18-jährige Silberrücken auf die beiden Weibchen Haiba (17) und Mayumi (13). Wie das erste Kennenlernen ablief, zeigt dieses Video.

Bwana kam im Zoo in Amsterdam zur Welt und lebte zuletzt im Zoo in Warschau. Zu ihm und den beiden Weibchen Haiba (im Zoo Zürich geboren) und Mayumi (Zoo Saarbrücken) kommen in den nächsten Wochen die beiden weiteren Weibchen Virunguita (Zoo Barcelona) und Ivindo (Zoo Romagne) dazu.

Text / Video: Homepage Zoo Zürich


Neuer Lebensraum für Gorillas im Zoo Zürich

In den kommenden Jahren wird die Gorilla-Haltung des Zoo Zürich im Fokus der Zooaktivitäten stehen. Im unteren Zooteil, zwischen Lewa Savanne und Masoala Regenwald, wird ein neuer Lebensraum für den Westlichen Flachlandgorilla und weitere gefährdete Tierarten entstehen. Der Ndoki Wald ist dem natürlichen Lebensraum der Gorillas in der Republik Kongo nachempfunden und wird allen vier Hauptaufgaben – Naturschutz, Artenschutz, Forschung und Bildung – eines modernen Zoos Rechnung tragen. Dieser Überzeugung folgend beteiligt sich der Zoo Zürich auch künftig am Erhalt der vom Aussterben bedrohten Menschenaffenart. Dafür stehen in naher Zukunft Veränderungen in der bestehenden Gorillagruppe an.

Eine offene, sumpfige Lichtung umgeben von einem dichten Wald mit bis zu 25 Meter hohen «Baumriesen» – das wird das Zentrum des neuen Lebensraums Ndoki Wald. Er ist dem Nouabalé-Ndoki-Nationalpark in der Republik Kongo nachempfunden, welchen der Zoo Zürich künftig als sein neuntes Naturschutzprojekt in Zusammenarbeit mit der lokalen Projektpartnerin Wildlife Conservation Society WCS unterstützen wird.

INNOVATIVES PROJEKT MIT LEUCHTTURMCHARAKTER

«Der Ndoki Wald wird ein einzigartiger Lebensraum, der neue Standards in der Haltung von Menschenaffen setzen wird und ein weiterer wichtiger Meilenstein hin zum Zoo der Zukunft ist. Als Zoo Zürich ist es uns ein Anliegen, mit innovativen Projekten voranzuschreiten und den Tieren in unserer Obhut optimale Bedingungen zu bieten. Der Ndoki Wald wird diesen Anspruch erfüllen und zeitgleich alle vier Hauptaufgaben eines wissenschaftlich geführten Zoos auf sich vereinen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Arten im Sinne des One Plan Approach der Weltnaturschutzunion IUCN.», erklärt Zoodirektor Severin Dressen.

11.03.2025


Im Zoo Zürich beginnt neue Gorilla-Ära

Nach dem Tod von N'Gola will der Zoo im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP eine neue Gorilla-Zuchtgruppe aufbauen. In der Natur gerate der Westliche Flachlandgorilla immer mehr in Bedrängnis. Fachleute erwarteten eine Abnahme der Population um 80 Prozent in den kommenden drei Generationen. «Das wäre ein massiver Einbruch, der die Art an den Rand der Ausrottung drängt.»

Die Veränderungen in der bestehenden Gorillagruppe erfolgten in Absprache mit dem EEP und seien aufgrund der Genetik der einzelnen Tiere notwendig für künftige Zuchterfolge. Die beiden Gorillaweibchen Mary und Mahiri haben den Zoo Zürich daher in Richtung Zoo Saarbrücken und Zoo Wuppertal verlassen. Das Gorillaweibchen Mayumi ist aus dem Zoo Saarbrücken bereits angereist und lebt sich derzeit im Hintergrund des Menschenaffenhauses ein. Dies führt dazu, dass das im Zoo Zürich verbliebende Gorillaweibchen Haiba kurzzeitig als einziger Gorilla für die Zoogäste sichtbar ist.

Neue Zuzüger

Der 18-jährige Silberrücken Bwana ist ebenfalls bereits aus dem Zoo Warschau nach Zürich gereist. Aktuell befindet er sich noch in der Quarantänestation des Zoos und wird demnächst ins Menschenaffenhaus umziehen und dort die beiden Weibchen Haiba und Mayumi kennenlernen.

Die beiden neuen Weibchen Virunguita (9) aus dem Zoo Barcelona und Ivindo (8) aus dem französischen Zoo La Vallée des Singes in Romagne erreichen den Zoo Zürich in einigen Tagen und werden die erforderliche Quarantänezeit gemeinsam in der Quarantänestation im Hintergrund verbringen. Anschliessend werden sie ebenfalls ins Menschenaffenhaus umziehen.

«Natur- und Artenschutz, Forschung und Bildung gehören zu den zentralen Aufgaben des wissenschaftlich geleiteten und modernen Zoo Zürich. Mit dem geplanten Bau des Lebensraums Ndoki Wald in den kommenden Jahren sowie der neuen Gorillagruppe kann der Zoo Zürich auch künftig einen Beitrag zur Population des Westlichen Flachlandgorillas im Rahmen des EEP leisten, mithelfen, neue Forschungserkenntnisse zu gewinnen und die Zoogäste für den Schutz der stark unter Druck stehenden Art sensibilisieren», so Dressen.

Text: Daniel Krähenbühl


N’YOKUMI im Züricher Zoo wurde eingeschläfert

Seit kurzem ist die Gorilla-Gruppe im Zoo Zürich um ein Tier kleiner. Leider mussten wir unser 22-jähriges Gorillaweibchen N’Yokumi aufgrund gesundheitlicher Probleme einschläfern.

Im Oktober beobachteten wir zum ersten Mal Krankheitssymptome bei dem Gorillaweibchen N’Yokumi. Sie frass und trank aufgrund von Schmerzen beim Schlucken sehr schlecht und zeigte sich stark reduziert. Trotz sofort eingeleiteter tiermedizinischer Massnahmen verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, weshalb wir entschieden den weiblichen Gorilla einzuschläfern. Die genaue Ursache der plötzlichen gesundheitlichen Probleme von N’Yokumi ist Gegenstand der aktuell noch laufenden pathologischen Untersuchungen am Universitären Tierspital Zürich.

Der weibliche Westliche Flachlandgorilla N’Yokumi kam 2005 im Alter von vier Jahren aus dem Zoo in Stuttgart nach Zürich und lebte 18 Jahre lang bei uns im Menschenaffenhaus.

Text / Foto: Zoo Zürich 

N`YOKUMI wurde im Burgers Zoo in den Niederlanden geboren. Sie ist eine Handaufzucht im Stuttgarter Zoo gewesen. Ihr Vater GORGO lebte im Rostocker Zoo. 


N'GOLA wurde eingeschläfert

GORILLAMÄNNCHEN N'GOLA IST TOT

Am Montag wurde das Gorillamännchen N’Gola im Zoo Zürich eingeschläfert. Sein Körper wurde der Forschung zugeführt und sein Schädel wird für edukative Zwecke im Zoo Zürich präpariert.

Der Silberrücken N’Gola ist tot. Mit 47 Jahren hatte er ein für einen Gorilla stattliches Alter erreicht. Bereits seit Längerem litt er unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen, erhielt bereits seit mehreren Jahren Schmerzmittel und wurde regelmässig von den Tierärzt*innen betreut. In den letzten Monaten hatte sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechtert. N’Gola verlor an Gewicht und Muskelmasse und frass zunehmend weniger.

KEINE LEICHTE ENTSCHEIDUNG

Sein schlechter Allgemeinzustand führte zudem zum zunehmenden Verlust seiner Dominanz innerhalb der Gorillagruppe. Streitigkeiten zwischen den Weibchen konnte er nicht mehr schlichten – eine unnatürliche Situation, die für die gesamte Gruppe mit Stress verbunden war. In der Natur wäre der Silberrücken längst von einem jüngeren Konkurrenten verdrängt worden. 

«Der Entscheid, den Silberrücken N’Gola einzuschläfern ist richtig, aber er ist trotz der gegebenen Umstände nicht leichtgefallen. Das Gorillamännchen war 40 Jahre lang ein Teil vom Zoo Zürich und sehr vielen Gästen und Mitarbeiter*innen sehr gut bekannt», erklärt Zoodirektor Severin Dressen. 

N’Golas Körper befindet sich derzeit für pathologische Untersuchungen im Tierspital der Universität Zürich. Im Rahmen der Untersuchung werden zudem für verschiedene Forschungsprojekte Proben entnommen. Sind die Analysen abgeschlossen, wird der Schädel des Silberrückens präpariert und dem Zoo für edukative Zwecke zur Verfügung stehen.

UMBAU DER GORILLAGRUPPE

Zeitgleich mit der Euthanasie des Silberrückens erfolgt der Aufbau einer neuen Gorilla-Zuchtgruppe im Zoo Zürich im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP. In der Natur gerät der Westliche Flachlandgorilla immer mehr in Bedrängnis. Fachleute erwarten eine Abnahme der Population um 80 Prozent in den kommenden drei Generation. Das wäre ein massiver Einbruch, der die Art an den Rand der Ausrottung drängt.

Die Veränderungen in der bestehenden Gorillagruppe erfolgen in Absprache mit dem EEP und sind aufgrund der Genetik der einzelnen Tiere notwendig für künftige Zuchterfolge. Die beiden Gorillaweibchen Mary und Mahiri haben den Zoo Zürich daher in Richtung Zoo Saarbrücken und Zoo Wuppertal verlassen. Das Gorillaweibchen Mayumi ist aus dem Zoo Saarbrücken bereits angereist und lebt sich derzeit im Hintergrund des Menschenaffenhauses ein. Dies führt dazu, dass das im Zoo Zürich verbliebende Gorillaweibchen Haiba kurzzeitig als einziger Gorilla für die Zoogäste sichtbar ist. 

ZUSAMMENFÜHRUNG ERFOLGT SCHRITTWEISE

Der 18-jährige Silberrücken Bwana ist ebenfalls bereits aus dem Zoo Warschau nach Zürich gereist. Aktuell befindet er sich noch in der Quarantänestation des Zoos und wird demnächst ins Menschenaffenhaus umziehen und dort die beiden Weibchen Haiba und Mayumi kennenlernen. 

Die beiden neuen Weibchen Virunguita (9) aus dem Zoo Barcelona und Ivindo (8) aus dem französischen Zoo La Vallée des Singes in Romagne erreichen den Zoo Zürich in einigen Tagen und werden die erforderliche Quarantänezeit gemeinsam in der Quarantänestation im Hintergrund verbringen. Anschliessend werden sie ebenfalls ins Menschenaffenhaus umziehen. 

«Natur- und Artenschutz, Forschung und Bildung gehören zu den zentralen Aufgaben des wissenschaftlich geleiteten und modernen Zoo Zürich. Mit dem geplanten Bau des Lebensraums Ndoki Wald in den kommenden Jahren sowie der neuen Gorillagruppe kann der Zoo Zürich auch künftig einen Beitrag zur Population des Westlichen Flachlandgorillas im Rahmen des EEP leisten, mithelfen neue Forschungserkenntnisse zu gewinnen und die Zoogäste für den Schutz der stark unter Druck stehenden Art sensibilisieren.», so Dressen.


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